Amstetten: Paparazzi auf den Bäumen (Update)
Der Run nach Fotos im österreichischen Inzestfall
Mit Wärmebildkameras gegen Medien-Terror
Laut einer Meldung des Guadian, sollen im österreichischen Amstetten 13 Paparazzi verhaftet worden sein, die versucht haben die Inzest Opfer in einer psychiatrischen Klinik zu fotografieren. Einer hatte sich in Polizeiuniform gekleidet ein anderer als Putzmann getarnt, um sich Zutritt zur Klinik zu verschaffen. Andere wurden angeblich mitsamt ihrer Tarnausrüstung von den Bäumen geholt und von der Polizei verhört, die ihre Personalien aufnahm. Um dem Belagerungszustand der Presse Herr zu werden, patrouillieren inzwischen Beamte der österreichischen Anti-Terror-Einheit Cobra, ausgerüstet mit Wärmebildkameras.
Ursprünglicher Text:
Nach dem Inzest-Fall im österreichischen Amstetten machen Reporter Jagd auf die, aus dem Verlies befreiten Opfer. „Das Gsindel hängt in den Bäumen“, berichtet Lokalreporter Hannes Fehringer und meint damit die Paparazzi, die das psychiatrische Krankenhaus Mauer-Amstetten belagern. Hier sollen die Opfer abgeschirmt werden. Fehringer: „Fotografen werden bereits als Schmeißfliegen gesehen.“
Der Appell des Anstaltsleiters an die Medien, „dass gerade diese Familie nach diesem Martyrium bzw. diesem Schock, diesem Trauma, ein Recht hat auf ihre Privatsphäre“ hätte, wird ignoriert. Um an Fotos der Familie zu gelangen, hätten Journalisten versucht, sich als Ärzte einzuschleichen – das berichtete eine Psychiaterin. Bei einer legalen Tochter des Beschuldigten, die in einer Nachbargemeinde wohnt, steht einen Hinweis auf der Hecke: "Reporter unerwünscht".
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
