Fotograf als Prügelknabe

Boxer Tyson: Knock Out wegen Blitzgewitter

 

Eigentlich wollte der Fotograf den Boxer Mike Tyson mit seiner Frau und seinem Kind auf dem Flughafen von Los Angeles fotografieren. Doch der Schwergewichtsweltmeister streckte den Mann mit der Kamera mit einem einzigen Schlag nieder. K.O in der ersten Runde. Wegen einer Verletzung an der Stirn musste der Pressefotograf im Krankenhaus behandelt werden.

Tyson wurde zunächst in einer Zelle der Flughafenpolizei in Arrest genommen, nach einigen Stunden aber wieder freigelassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der geringfügigen Körperverletzung ermittelt. Die Sprecherin des Boxers erklärte den Vorfall so: Tyson sei mit seiner Frau und ihrem zehn Monate alten Kind von einem aggressiven Paparazzo attackiert worden. Tyson habe in Selbstverteidigung gehandelt, um sein Kind zu schützen.

Ob ein Gericht dieser Argumentation folgen wird? Jedenfalls gab es nie einen Fall bei dem ein Paparazzo ein Baby körperlich angegriffen hat. Beide Seiten kündigten an, Strafanzeige zu stellen. Wer war der Aggressivere von beiden Kontrahenten? Die Zeugenaussagen sind widersprüchlich. Einige davon stützen die Aussagen des Boxers, andere die des Fotografen.


Eingestellt von Manfred Scharnberg in