Fotografen demonstrierten in London

Sie sehen die Pressefreiheit bedroht

 

Etwa 2.000 professionelle Fotografen und Fotoamateure protestierten vor kurzem auf dem Trafalgar Square in London gegen die restriktive Anti-Terror-Gesetzgebung und die Einschränkung der Fotografiermöglichkeiten durch britische Behörden.

Fotografenprotest auf  dem Trafalgar Square. © Chris Cheesman

Die Demonstration wurde von einer Gruppe Profis organisiert, die bereits eine Aktion unter dem Namen „I'm a Photographer, Not a Terrorist“ laufen haben. Diese Kampagne umfasst inzwischen mehrere Hundert Selbstporträts von Fotografen aus aller Welt. Sie sind auf der Flickr Bildergalerie „Not a crime“ zu sehen.

Ein Beispiel aus der Bilderaktion „Not a crime“ fotografiert von Angus Thomas ©

Der vom British Journal Of Photography initiierte Protest wendet sich gegen Einschränkungen bei der Berichterstattung. „Die Polizei beruft sich routinemäßig auf die Anti-Terror-Gesetzgebung, um Fotografen an der Ausführung ihrer Arbeit zu hindern. Fotoreporter werden ständig auf öffentlichen Veranstaltungen gefilmt, die in einer ständig wachsenden Datenbank gesammelt werden“, berichtet BJP-Herausgeber Simon Bainbridge.

Britische Fotografen berichten immer häufiger über Restriktionen ihrer täglichen Arbeit, die Anlass zum Start der Kampagne boten. „Wir wollen die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass Großbritannien zur fotofreien Zone zu werden droht“, erklärt Bainbridge.  Zu den prominente Fürsprechern der Kampagne gehören Stuart Franklin, Chris Steele-Perkins und Martin Parr. Die Fotoaktion, an der sich jeder beteiligen kann, soll Teil einer öffentlichen Petition werden.

 


Eingestellt von Manfred Scharnberg in