Google Street View geht auf Datenschützer ein
Der Straßenablichter wird mit Widersprüchen konfrontiert
Google, das mit seinem Internet-Dienst Street View reale Straßenansichten darstellt, erregt in Europa die Gemüter. Es sei ein Archiv mit dem Diebe potentielle Einbruchshäuser recherchieren könnten. Es gefährde die Sicherheit besonders zu schützender Personen. Das Verbot der Kamerafahrten für den „Big Brother auf Rädern" wurde gefordert. Beim Hamburger Datenschutz gingen angeblich täglich ein bis zwei Beschwerden aus der Bevölkerung gegen Google Street View allein telefonisch ein.
In Deutschland machten sich Datenschützer gegen die ungezügelte Veröffentlichung aller Street View Bilder stark. Jetzt ging Google auf die Forderungen der Datenschutzbeauftragten ein. In Zukunft wird das Unternehmen bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, gegen die Widerspruch eingelegt wird, in einer bestimmten Frist auch die Rohdaten unkenntlich machen. Per Link soll auch eine einfache Widerspruchsmöglichkeit geboten werden. Auf Initiativer der Datenschützer können Betroffene auch schon vor der Veröffentlichung der Bilder Widerspruch einlegen. Damit stehe für einen Start des neuen Dienstes in Deutschland noch in diesem Jahr nun nichts mehr im Wege, so Google.
Da während der Fahrten mit dem 360Grad Kamerawagen auch unfreiwillig für die Abgebildeten peinliche Situationen mit aufgenommen wurden, läßt Google eine automatische Korrektur über die Bilder laufen: eine Software macht generell Gesichter und Kfz-Schilder unkenntlich. Auch die Löschung einzelner Bauten seien möglich. So ließ beispielsweise der Ex-Beatle Paul McCartney Aufnahmen seines Londoner Anwesens aus dem Bilder-Dienst entfernen.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
