Ungenehmigte Spiegel-Anzeige
Humor ist wenn man trotzdem lacht
Sie lässt den Betrachter schmunzeln – die Anzeige für das neue Online-Lexikon „wissen.spiegel.de“. Klaus Kleber ist darauf abgebildet. Der Chef des „heute-journal“, der noch vor kurzem das Anerbieten des Spiegel zum Chefredakteur abgelehnt hatte, wird in der ganzseitigen Anzeige mit dem Spruch „Dieses Angebot vom SPIEGEL nehme ich gerne an“ versehen. Was humorvoll wirkt, ist allerdings eine grobe Ungeschicklichkeit. Klaus Klebers Werbeauftritt war nämlich nicht genehmigt.

Kleber fand den Slogan zwar witzig, gab aber zu bedenken, dass so etwas beim ZDF vom Chefredakteur Nikolaus Brender genehmigt werden müsse. Der lehnte die Geschichte nach dem Prinzip „Ein Journalist wirbt nicht. Wer wirbt, ist kein Journalist“ ab. Beim Spiegel aber hatte man vergessen, auf das Plazet zu warten.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
