Bilder der Forschung

Die Gewinnerfotos

 

Seit 2005 zeichnet der Fotowettbewerb „Bilder der Forschung“ die spektakulärsten und schönsten Bilder aus allen Sparten der Wissenschaft aus, wie Biologie, Medizin, Physik und Astronomie. Professionelle Fotografen, ambitionierte Amateure und Wissenschaftler waren aufgerufen, ihre Bilder in den Kategorien „Faszination Forschung“ und „Gesichter der Forschung“ einzureichen. Der Wettbewerb wird vom Nachrichtenmagazin FOCUS und der vfa, der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen, initiiert. Unter den mehr als 1.400 Einreichungen gab es folgende Platzierungen:

1. Platz in der Kategorie „Gesichter der Forschung“
Silke Wernet

© Silke Wernet

Patienten mit Demenz sind oft verwirrt, desorientiert und aufgewühlt. Das Christinenstift in Baden Baden erforscht in einem zweijährigen Testlauf den Einsatz des Plüschtierroboters Paro. In Japan sind schon über 1.000 solcher Roboterrobben in Altenheimen im Einsatz. Sie helfen, Langeweile und Einsamkeit zu vertreiben. Durch Bewegungssensoren kann der Roboter nicken, kuscheln und blinzeln und wird zu einem Helfer des Menschen, der, vom Fachpersonal gezielt begleitet, das Wohlbefinden der Patienten spürbar steigern kann.

2. Platz in der Kategorie „Gesichter der Forschung“
Jan Greune

© Jan Greune

In voller Blüte stehende Sonnenblumen beeindrucken durch ihre satte Farbe. Sie sind Ausdruck des Sommers und der Fruchtbarkeit. Die Inkas verehrten sie als göttlich. Umso trauriger sehen die prächtigen Pflanzen aus, wenn sie von Krankheit befallen und geschwächt auf dem Feld verdörren. Die Biologin Dr. Damaris Odeny versucht durch ihre Forschungen herauszufinden, wie Nutzpflanzen widerstandsfähiger gemacht werden können. Die 36-jährige Damaris denkt dabei auch an ihr Heimatland: "Ich komme aus einem Land, in dem es noch immer Hunger gibt." Widerstandsfähigere Pflanzen können da Leben retten.

3. Platz in der Kategorie „Gesichter der Forschung“
Marco Moog

© Marco Moog
Dank einem vollständig mikroprozessorgeregelten hydraulischen Beinprothesensystem kann Robert Jordan nach einem Arbeitsunfall wieder seinen Hobbys nachgehen: Reiten, Schießen und Longhorns treiben. Sein treuer tierischer Begleiter genehmigt sich derweil einen Schluck aus der Limonadenflasche.

1. Platz in der Kategorie „Faszination Forschung“
Jürgen Berger
Mahendra Sonawane

© Jürgen Berger, Mahendra Sonawane

Der Zebrafisch ist ein beliebter Modellorganismus in der Entwicklungsbiologie. Innerhalb von drei Monaten wächst er von einer befruchteten Eizelle zu einem geschlechtsreifen Tier heran. Die dargestellten Larven sind zwei Tage alt. Man kann bereits gut die Mundöffnung erkennen. Bei den großen seitlichen Auswölbungen handelt es sich um die Augen. Zwischen ihnen befinden sich mit Wimpern umrandete Einstülpungen: Die zukünftigen Nasenlöcher.

2. Platz in der Kategorie „Faszination Forschung“
Volker Brinkmann

© Volker Brinkmann

Was aussieht wie eine mikroskopisch kleine Blüte ist tatsächlich das menschlichen Immunsystem in Aktion: Die kolorierte rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt ein (durch das Verfahren hier rot gefärbtes) weißes Blutkörperchen. Die gelben Tuberkulosebakterien werden von der Zellmembran der Fresszelle umschlossen, ins Innere gezogen und dort unschädlich gemacht.

2. Platz in der Kategorie „Faszination Forschung“ und Publikumspreis.
Igor Siwanowicz

© Igor Siwanowicz
Die Gottesanbeterin tarnt sich als Blatt oder Zweig. Sie ist jederzeit bereit, dem Opfer blitzschnell die hakenbewehrten Fangarme entgegen zu schleudern. Sobald die Räuberin aber selbst in Gefahr gerät, nimmt Rhombodera basalis eine Drohposition ein: Frontal präsentiert sie ihre prächtigen Farben, spreizt die Glieder und verwirrt ihre Feinde. Rhombodera basalis wird bis zu 10 cm groß. Sie ist in Malaysia heimisch.


Eingestellt von Manfred Scharnberg in