„Es dauert halt solange wie es dauern muss“

Stephanie Sinclair, Star Reese und Craig F. Walker auf einer Veranstaltung von FREELENS Frankreich

 

FREELENS Frankreich hatte ins Couvent Sainte Claire geladen. Innerhalb des Festivals „Visa Pour L´Image“ in Perpignan präsentierte der französische Fotografenverband ein Gespräch mit den Fotografinnen Stephanie Sinclair, Star Reese und dem Fotojournalisten Craig F. Walker. Neben der Realisierung ihrer Projekte ging es auch um Zukunftsperspektiven im Fotojournalismus. Alle drei plädierten für das Ausprobieren neuer Möglichkeiten der Selbstvermarktung.


FREELENS-Frankreich-Gespräch im Innenhof des Couvent Sainte Claire in Perpignan. © M. Scharnberg

Star Reese, die vom Film kommt, versucht sich mit Eigenproduktionen auf dem Buchmarkt – das habe eine größere Tiefe als digitale Präsentationsformen. Man solle die jetzige Situation als „Geschenk der Freiheit“ betrachten. Stephanie Sinclair dagegen versucht gemeinsam mit ihrer Agentur VII im multimedialen Bereich zu arbeiten. Auch Craig F. Walker, der mit seiner Geschichte über einen US-amerikanischen Soldaten eine riesige Bildstrecke im ZEIT Magazin platzierte, sprach sich dafür aus, die Chance für eigene Projekte zu nutzen. So wie er es mit seinem Projekt zweieinhalb Jahre lang getan hat.


Star Reese, Stephanie Sinclair, und Craig F. Walker (von links) mit Moderatrin, berichten über ihre Arbeit. © M. Scharnberg

Walker hob dabei die Rolle seiner Agentur Polaris hervor. Die habe ihn über die lange Zeit immer wieder bei der Arbeit beratend begleitet. „Das ist die Story, bleib auf Deinem Weg“, so lauteten die Ratschläge, wenn er sich im Laufe der Zeit zu verzetteln drohte. „Wenn man die Leidenschaft für ein bestimmtes Thema aufbringt, dann musst Du es einfach durchziehen, dann findet sich ein Weg“, sagt er. „Und dann dauert es eben solange, wie es dauern muss.“


Zuschauer im Couvent Sainte Claire, Perpignan. © M. Scharnberg


Eingestellt von Manfred Scharnberg in