FC Southampton stellt Fotografen ins Abseits
Englische Härte, jetzt auch gegen die Presse
Der britische Fußball-Erstligist FC Southampton verbannt alle Pressefotografen aus dem Stadion. Für die beginnende Saison verweigerte der Verein sämtlichen Fotografen die Akkreditierung. In Zukunft sollen die Fotos nur noch von einer einzigen Agentur geschossen und verbreitet werden, wie der Guardian schreibt. Dass es „keinen Zugang für externe Fotografen“ gäbe, bestätigte ein Sprecher gegenüber dem englischen Blatt.
Gegen die mediale Gleichschaltung protestieren Fotojournalisten und Verbände. Die Regelung sei „empörend“. Die Society of Editors schrieb in einem Brief an den Club: „Am stärksten betroffen sind wir über die Absicht, nur einer einzigen Agentur den Zugang zu erlauben.“ Der Verein würde sich über die Pressefreiheit und die journalistischen Auswahlkriterien erheben, die nicht bedroht werden dürften. „Das wird der Reputation Ihres Clubs, des Fußball im Allgemeinen, und der ordentlichen Funktion der Medien Schaden zufügen“, so Direktor Bob Satchwell.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
