Giorgia Fiorio: Von der Meditation bis zur Extase
Ritus – Fotoausstellung bei C/O Berlin
Welch’ immense Kraft lässt Scharen von Pilgern unter Qualen durch weite Wüsten wandern oder auf höchste Berge steigen? Weshalb fügen Menschen ihrem Körper in Ritualen mit Stichen und Schlägen Wunden zu? Führen Extase, Trance, Schmerz und Meditation zu einem tieferen Verständnis von Leben und Tod oder zu einer höheren Form physischer Realität? Die italienische Fotografin Giorgia Fiorio hat spirituelle Momente der Erhabenheit dokumentiert, in denen sich Menschen unterschiedlichster Kulturen und Religionen auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begeben – nach Reinigung, Wahrheit oder Erlösung.
© Giorgia Fiorio
Seit 2001 hat Giorgia Fiorio auf der Suche nach Ritualen die Welt bereist – von den Ufern des Ganges, Klöstern in Polen, Tempelanlagen in Kambodscha bis hin zu Mediationszentren in Myanmar und Wasserfällen in Japan. Ihre Bilder sind einzigartige visuelle Zeugnisse der Beziehung zwischen dem Menschen und dem Glauben. Klar, unmittelbar und würdevoll hält Giorgia Fiorio in ihren Bildern den Punkt fest, an dem das Rationale über den Körper als Medium zum Spirituellen transzendiert. Dabei dokumentiert sie neben seltenen Ritualen auch erstaunliche Parallelen einzelner Religionen.

© Giorgia Fiorio
Giorgia Fiorio, geboren 1967 in Turin, ist eine der renommiertesten Fotografinnen Italiens, die in Langzeitprojekten den Menschen, seine Umgebung und sein Handeln ergründet. Ihr Werk wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet und weltweit ausgestellt. Neben ihren zahlreichen Buchpublikationen wurden ihre Fotografien unter anderem in GEO, stern, Life Magazin und El País veröffentlicht.
Giorgia Fiorio, „Ritus“
20. März bis 2. Mai 2010
Eröffnung: Freitag, den 19. März 2010, ab 19 Uhr
C/O Berlin, Postfuhramt, Oranienburger Straße 35/36
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
