„Grants for Good“ gehen an Ferry und Kasmauski

Erstmalige Vergabe der Preise durch Getty Images

 

Stephen Ferry und Karen Kasmauski erhalten ein Stipendium, das mit je 15.000 US-Dollar dotiert ist, mit deren Hilfe sie ein Photoprojekt realisieren können. Der von Getty Images gestiftete Preis „Grants for Good“ unterstützt sozial engagierte Fotografen. Ihre Bilder sollen die Kommunikation und das Bewusstsein für die Arbeit gemeinnütziger Institutionen stärken.

Die Jurymitglieder Dennis Freedman, Creative Director des W Magazine, Christopher Phillips, Kurator am International Center of Photography, sowie Lesley Martin, Herausgeber der Aperture Foundation, wählten die Gewinnerbeiträge aus. Unter 400 Fotografen aus 26 Ländern, die sich bewarben, machten Ferry und Kasmauski das Rennen.


Tennessee: Earl Wallace pflügt auf seinem Acker in den Apalachen Tabakpflanzen unter. © Karen Kasmauski

Karen Kasmauski: Ihre Arbeit für Save Our Cumberland Mountains (SOCM) dokumentiert die Aktivitäten einer ungewöhnlichen Organisation in den USA. SOCM gründet auf der Geschichte einfacher Menschen, die
Ungewöhnliches leisten, um ihre Umwelt zu retten und mit den Problemen kämpfen, die durch die Veränderungen der letzten 30 Jahre in den Zentralappalachen entstanden sind. Kasmauski wird sowohl Fotografien als auch ein Video-Essay produzieren, um über das Land und die dort lebenden Menschen zu informieren. Viele Mitglieder der Organisation kämpfen mit zunehmenden Alter gegen Krankheiten, die durch die lebenslange Einwirkung von Kohlenstaub und anderen toxischen Elementen verursacht wurden. Neben diesem Bildmaterial wird ein weiteres Video für die Webseite der SOCM produziert, das die Historie der Organisation dokumentiert.

Irgendwo in Kolumbien: Ferrys Langzeitreportage soll die Gewalt, die Surealtät und die Angst im innerkolumbianischen Konflikt reflektieren. © Stephen Ferry

Stephen Ferry wird für die Organisation Human Rights Watch (HRW) die schweren Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien dokumentieren und den Mut der Menschen zeigen, die im Kampf für eine demokratische Gesellschaft ihr Leben riskieren. HRW wird Stephen Ferrys Bilder einsetzen, um auf die Arbeit der Organisation und die Menschenrechtsproblematik in Kolumbien hinzuweisen: multimedial, auf der Webseite der Organisation, in Printmedien und möglicherweise auch im Rahmen einer Ausstellung. Politiker und die US-amerikanische Öffentlichkeit sollen so über permanente Menschenrechtsverletzungen in einem Land informiert werden, das sehr viel Unterstützung aus den USA erhält.

Beide Stipendiengewinner haben bis zu sechs Monate Zeit, um ihre Projekte abzuschließen und die Ergebnisse den gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung zu stellen. Die Verwendung der Stipendien ist für Fotografen und Organisationen flexibel gestaltet. Sollte ein Fotograf nicht die gesamte Summe von 15.000 US-Dollar benötigen, wird Getty Images das verbleibende Geld an die gemeinnützige Organisation spenden.

Getty Images erweiterte mit den Grants for Good im Februar 2009 sein langjähriges Stipendienprogramm für redaktionelle Fotografie. Es bezieht nunmehr auch kreative Fotografie mit ein und unterstützt Fotografen, die mit ihren Bildern die Welt positiv verändern. Die Projekte der Gewinner und ihr Portfolio sind unter www.gettyimages.com/grants einsehbar.
„Es freut uns ungemein, zu sehen, dass so viele Fotografen und gemeinnützige Organisationen zusammenarbeiten. Mit ihrem Bildmaterial weisen sie auf ein weites Feld sozialer Belange in den Bereichen Kunst, Bildung, Menschenrechte, Gesundheit, Armut, Friedensarbeit und Umwelt hin“, so Andrew Delaney, Head of Content bei Getty Images.


Eingestellt von Manfred Scharnberg in