London: Event Impressionen
Die Sony World Photography Awards 2011
Am 27. April wurden in London die „Sony World Photography Awards 2011“ verliehen. Während der Award-Gala im Odeon vergab eine Jury die Auszeichnung „L’Iris D’Or“ an Alejandro Chaskielberg. Und Bruce Davidson erhielt den Preis für „Außerordentliche Leistungen für die Fotografie“.
Direkt an der Themse liegt das Somerset House – was eigentlich Somerset Palast heißen müsste – mit der Embankment Gallery. Ein Plakat mit einem Motiv von Javier Arcenillas weist auf die Fotoausstellung der Finalisten hin. (Alle Fotos dieses Berichtes: Manfred Scharnberg)
Zuschauer setzen sich in der Embankment Galerie mit der Fotografie auseinander. Die World Photography Organsiation (WPO) präsentierte die Fotos in sehr unterschiedlicher Form. Einige der Arbeiten wurden sehr gut, andere ziemlich stiefmütterlich präsentiert. Auch das Ausstellungskonzept wirkte manchmal wie eine beliebige Zusammenstellung.
Bruce Davidson im Interview: Der renommierte Fotograf berichtete von seinen ersten Erfahrungen mit der Fotografie, als ihm ein Freund die Dunkelkammerarbeit zeigte. Und er erklärte, wie er so nah an die Gang von Coney Island heran kam. Er machte zuerst Privatbilder von Ihnen, lichtete ihre Wunden ab, bis er dann das Vertrauen hatte und seine weltberühmten Fotos machen konnte.
Ein Hauch von Oscar-Verleihung: Foto-Hostessen knipsen die Gäste, die zur Preisverleihungs-Gala im Odeon erscheinen.
Gerhard Steidl wird für „Outstanding Contribution to Publishing“ – also für besondere Verlegerleistung – bei der Gala ausgezeichnet.
Voll besetztes Odeon: Geladene Gäste in Festtagskleidung bilden einen glanzvollen Rahmen für die Preisverleihung. Die WPO zelebriert die Veranstaltung als große Show.
Amit Madheshiya bei seiner Dankesrede. Der indische Fotograf überzeugte die Jury mit seiner Fotoserie über Zuschauer bei Vorführungen im Open-Air-Kino in der Provinz. Die Faszination des Film spegelt sich in den Gesichtern der Zuschauer.
Projektion auf der großen Leinwand: Eines der Fotos des spanischen Fotografen Javier Arcenillas.
Javier Arcenillas erhielt gleich zwei erste Preise (Zeitgeschehen und Zeitgenössische Themen) sowie zwei zweite Preise (Sport und Reise).
Im Innenhof des Somerset House treffen sich Fotofans, um sich die WPO Ausstellungen anzuschauen.
Alejandro Chaskielberg, Preisträger des „L’Iris D’Or“, vor einem seiner Bilder.
Die Ausstellung der mit dem „L’Iris D’Or“ ausgezeichneten Bilder. Der argentinische Fotograf Alejandro Chaskielberg fotografierte Bewohner einer einsamen Insel im Parana Fluss. Einige von ihnen wurden erstmals in ihrem Leben fotografiert.
Alejandro Chaskielberg erklärt anhand eines seiner Fotos, mit welcher Technik er arbeitete. Er belichtete seine Fotos mit mindestens fünf Minuten Belichtungszeit. Das Licht stammt vom Mond, dem der Fotograf noch eine Kombination von Blitzlicht und Taschenlampenlicht zufügte.
Die australische Fotografin Liz Loh-Taylor berichtet über ihre Fotos, mit der sie beim WPO-Award in der Kategorie „Reise“ gewann.
Für die besten Architekturfotos wurde Alnis Stakle ausgezeichnet. Der Fotograf aus Lettland tauchte seine grafischen Bilder in blaues Licht.
Eine der deutschen Gewinner ist Saja Seus. Sie gewann in der Kategorie „Lifestyle“ mit ihren frech inszenierten Bilderserie über Intim-Toupets.
Der Designstudent Paul Gisbrecht arbeitet auch gern mit Fotografie. Mit einer Kombination von Schrift und Fotografie wurde er Sieger der Kategorie „Konzeptkunst“.
Im Eingangsbereich des Sommerset House.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in

