Perpignan: Ausstellungen und Führungen

Start der Professionel Week am 30.8

 

Nur noch wenige Tage, dann beginnt das Fotofestival „Visa pour l’Image“ in Perpignan. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung, die sogenannte „Transmission“. Vom Montag, dem 30. August bis zum Mittwoch den 1. September führen bekannte Fotografen und eine Bildredakteurin Besucher durch die Ausstellungen. 50 junge Fotografen haben die Möglichkeit mit den gestandenen Profis Monica Allende (Fotoredakteurin der Sunday Times), Yuri Kozyrev (NOOR), Pascal Maitre (Cosmos), Samuel Bollendorff (freier Fotograf), Jérôme Delay (Associated Presse) und Michael «Nick» Nichols (Magnum) in eine ganz persönliche Auseinandersetzung über Fotografie zu kommen. Laut Veranstalter sollen damit Ideen, Auffassungen und Erfahrungen von einer Generation zu den Nächsten übertragen werden.

Zu den bereits an dieser Stelle vorgestellten Fotografen, werden hier noch weitere Aussteller bei „Visa pour l’Image“ vorgestellt:

Roberto Schmidt „Selection“
Roberto Schmidt, 44, ist in Kolumbien aufgewachsen und hat seit 1989 für AFP gearbeitet. Er ist gegenwärtig in Nairobi stationiert und berichtet aus Ostafrika. Zuvor war er in Kolumbien und Miami eingesetzt. Schmidt hat eine Anzahl von Preisen gewonnen, darunter World Press, Overseas Press Club und Pictures of the Year International) Er zeigt Bilder von Konflikten und Krisen, die er rund um die Welt begleitet hat, einschließlich der im Irak, Gaza, Somalia, Kongo Kenia, sowie dem Erdbeben auf Haiti.

Stephanie Sinclair / VII „Polygamy in America“
Stephanie Sinclair gewährt mit ihrer Ausstellung einen intimen Blick in die fundamentalistische Kirche von „Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints“ (FLDS), eine der sektiererischen mormonischen Sekte Amerikas, die dafür berühmt sind, Polygamie auszuüben. Die Kirche wurde im frühen 19.Jahrhundert von Dissidenten gegründet, die die mormonische Kirche vor allem wegen der Ausübung der Mehrehe verließen. Die Kirche gewann traurige Berühmtheit als 2006 ihr Leiter, Warren S. Jeffs, gegen Geld, gesetzwidrige Ehen zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Mädchen arrangierte.


Joe Jessop, Mitglied der fundamantalistischen „Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints“ lebt in Hildale, Utah. Mit fünf Frauen hat der 88jährige 46 Kinder und 239 Enkelkinder. © Stephanie Sinclair / VII für National Geographic.


Gali Tibbon „Echoes of Christian Jerusalem“
Eine mystische Reise in eine geheimnisvolle Welt der Altstadt von Jerusalem, erlaubt uns Gali Tibbon. Zum Beispiel in die heilige Grabkirche, die auf dem Standort gebaut wurde, wo Jesus gekreuzigt und begraben worden sein soll. Tausende von Pilgern strömen durch Jerusalem. Tibbon setzt das in ein Kaleidoskop von Farben und Formen um.

Eine christliche Pilgerin hält ein hölzernes Kreuz beim Gebet während der Karfreitagsprozession auf der Via Dolorosa in Jerusalem. © Gali Tibbon. Chrétiens


Tomas van Houtryve „Behind the Curtains: Stories from the Last Communist Holdouts“
Am Ende des kalten Kriegs legten die meisten Staaten unter kommunistischer Regie ihre marxistischen Prinzipien ab und strebten danach, in eine neue internationale Weltordnung einzutreten. Einige taten es nicht – Ob durch Totalitarismus, Klassenungleichheit oder Nostalgie verursacht. Staaten wie Moldavien, Nordkorea, Kuba, China, Nepal, Vietnam und Laos dokumentierend, die den westlichen Verlockungen widerstehen, macht die Ausstellung zum Inhalt.

Craig F. Walker „Ian Fisher, American Soldier“
Craig F. Walker hat einen Lebensabschnitt eines jungen Mannes namens Ian Fisher dokumentiert. Die Fotoserie deckt zweieinhalb Jahre der Beziehung zwischen Walker und Ian Fisher ab.Craig F. Walker ist von der High-School Abschlußveranstaltung an dabei, folgte seinem Protagonisten zur Anwerbung und Grundausbildung beim Militär. Er reiste in den Irak, um bei ihm zu sein, als er in Diwaniyah, Irak, diente. Und er war dabei, als Fisher nach Hause zurückkehrte.


Ian Fischer bei der Anprobe seiner „Class A“ Uniform am Militärstandort Fort Benning, Georgia. © Craig F. Walker / The Denver Post / Polaris.


Munem Wasif, Agence VU „In God We Trust“
Der Islam ist die Religion von über 130 Millionen Moslems in Bangladesch. Das ist fast 90 Prozent der Bevölkerung und die viertgrößte moslemischen Bevölkerungsgruppe der Welt. Munem Wasif betrachtet diesen Teil der nationalen Identität aus einer nicht-westlichen Perspektive. Er tritt mit seiner Arbeit den törichten Sichtweisen entgegen, die auf Vorurteilen und Unkenntnis basierend, den Islam nur mit Fundamentalismus, Extremismus und Terrorismus in Verbindung bringen.


Die Studenten an der Alia Madrassa in Satkhira lesen in Bengali, ihrer Muttersprache. © Munem Wasif / Agence VU / Fabrica.

Visa pour l’Image - Perpignan
28.8 bis 12.9.2010
Die Ausstellungen sind von 10 Uhr bis 20 Uhr kostenlos zu sehen
Professionel Week 30.8 bis 5.9.2010
Hôtel Pams, 18, rue Émile Zola
66000 Perpignan - France
Tél : +33 (0)4 68 62 38 00 - Fax : +33 (0)4 68 62 38 01
email : contact@visapourlimage.com
www.visapourlimage.com
 


Eingestellt von Manfred Scharnberg in