Vanessa Winship gewinnt Sony Fotopreis

Auszeichnungen in elf Kategorien verliehen

 

Der diesjährige Sony Fotopreis geht an Vanessa Winship. Die Engländerin, die auch beim World Press Wettbewerb ausgezeichnet wurde, kann sich mit einem langen Titel schmücken: „Sony World Photography Awards Photographer of the Year“. Die längste Praline der Welt hätte als Dreingabe gut gepasst – gab es aber nicht. Stattdessen ein Preisgeld von 25.000 Dollar. Eine rauschende Gala in Cannes mit hunderten Gästen bildete den Rahmen der Preisverleihung.

Foto aus der Siegerserie: Schulmädchen in der Osttürkei © Vanessa Winship

In der Wettbewerbskategorie Portrait setzte sich Vanessa Winship gegen tausende Einsendungen (auch von Amateurfotografen in einer eigenen Kategorie) durch. Die Jury war hochkarätig besetzt: Nan Goldin, Bruce Davidson, Tom Stoddart, Elliott Erwitt und Martine Franck.

Vanessa Winship widmete den Preis den Motiven ihrer Fotoserie, den türkischen Schulmädchen. „Vielen Dank für diese Auszeichnung. Sie ist für die kleinen Mädchen aus dem Osten der Türkei“, sagte sie in ihrer Dankesrede.

Das Preisträgerfoto in der Kategorie Journalismus © Moises Saman

In insgesamt elf Kategorien für professionelle Fotografen wurden die Preisträger geehrt. Sie stammen aus acht Ländern. Die Gewinner:

Abstrakte Fotografie – Anita Cruz-Eberhard (U.S.A.)
Akt – Natalie Bothur (Deutschland)
Architektur – Livia Corona (Mexiko)
Fotojournalismus/Dokumentation – Moises Saman (U.S.A.)
Mode – Valeska Achenbach & Isabela Pacini (Deutschland)
Musik/Kunst – Eduard Meltzer (Schweiz)
Natur – Giacomo Brunelli (Italien)
Portrait – Vanessa Winship (England)
Sport – Robin Utrecht (Niederlande)
Werbung – Fabrizio Cestari (Italien)
Wissenschaft – Thomas Deerinck (U.S.A.)

Eine ungewöhnliche Entscheidung fällte die Jury in der Kategorie Nautur. Satt einem possierlichen Tierchen, fiel die Wahl auf einen angriffslustigen Hund:

© Giacomo Brunelli

Zwei Preise gingen nach Deutschland, im Bereich Mode- und Aktfotografie. Für ihre Modefotos wurden Valeska Achenbach und Isabela Pacini ausgezeichnet:

© Achenbach & Pacini


Eingestellt von Manfred Scharnberg in