Welt im Umbruch
Ausstellung: Prämierte Fotos eines Jahrzehnts
Heute eröffnet im Deutschen Historischen Museum, Berlin, eine Fotoausstellung die eine Ära in zweierlei Hinsicht zeigt. Die des „Preis für jungen Bildjournalismus“, der von 1991 bis 2003 vergeben wurde. Aber auch die des letzten Jahrzehnts mit seinen einschneidenden Veränderungen.

© Dieter Telemans / Preis für jungen Bildjournnalismus 1999, Kameltreiber in Rajastan
So heißt die Ausstellung auch „Die Welt in Umbruch“ und zeigt, laut Ankündigung des Museums „die Welt der 90er Jahre aus dem Blickwinkel des jungen Bildjournalismus. Ob die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern, die Krisenherde Balkan, Afghanistan, Iran und Irak, der Wandel in der sich auflösenden Sowjetunion und des sich neu formierenden Deutschland - die jungen Fotografen waren dabei. Aber auch in starken Bildern von menschlicher Freude, von Geburt, Krankheit und Tod zeigen sie die Kraft und den unverzichtbaren Wert dokumentarischer Fotografie.“
Zu sehen sind herausragende Einzelbilder und Serien, eine Auswahl unter den Fotos von 2800 Fotojournalisten die ihre Arbeiten, bis der Preis 2003 zum letzten Mal vergeben wurde, eingereicht hatten. Die Preisträgerfotos des Wettbewerbs, der von der Firma Agfa auf Initiative von Hansjoachim Nierentz und in Zusammenarbeit mit dem Bildjournalisten Eberhard Grames ausgeschrieben wurde, gingen 2007 an das Deutsche Historische Museum. Es sind Fotos, die die Qualität haben, im besten Sinne historisch zu werden.
„Die Welt im Umbruch“, Ausstellung vom 14. März bis zum 15. Juni 2008. Deutsches Historisches Museum, Ausstellungshalle von I.M. Pei, Hinter dem Gießhaus 3, D-10117 Berlin, Tel: 030 - 203040. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
