Zwei Kulturhauptstädte von UNTEN betrachtet

Fotoausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen

 

Es ging darum „andere Bilder“ aufzunehmen. „UNTEN – Brüche und Vitalität der Metropolen Istanbul und Ruhrgebiet“ heißt die Ausstellung mit Fotografien aus den aktuellen europäischen Kulturhauptstädten, die ab 2. September im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen sind. Zu dem Fotoprojekt hat bild.sprachen Fotografinnen und Fotografen aus dem Ruhrgebiet und Istanbul eingeladen.

Kucukcekmece, ein verwahrloster Stadtteil Istanbuls, gehört zu den großen Sanierungsprojekten der Stadt. Hier leben vor allem Menschen, die aus ökonomischen und sozialen Gründen aus der Osttürkei nach Isanbul gekommen sind. © Kerem Uzel / NarPhotos

„Was passiert 'UNTEN', wenn 'OBEN' an Träumen einer Metropole gebaut wird, die sich mit New York, Melbourne, London, Tokio oder Hongkong messen will?“, wollte man wissen. Entstanden ist eine sensible und kritische Betrachtung, die auf auf Brüche oder gewaltförmige Veränderungen in Stadtentwicklung und Wirtschaftsentwicklung hinweist. Die Fotografien „zeigen, wie Menschen, die weder viel Geld noch Macht haben, mit der Entwicklung beider Metropolen umgehen. Sichtbar wird ein kontrastreiches, vielleicht auch schmerzendes, aber vor allem lebendiges Bild der beiden Metropolen“, heißt es in der Presseerklärung.

In der Ausstellung sind folgende Fotografen und Fotografinnen vertreten: Serra Akcan, Yusuf Aslan, Oliver Blobel, Henning Christoph, Brigitte Kraemer, Dirk Krüll, Thomas Lison, Peter Liedtke, Sebastian Mölleken, Şahan Nuhoğlu, Fatih Pınar, Wolfgang Quickels, Kerem Uzel und André Zelck.

© Fatih Pınar

„UNTEN – Brüche und Vitalität der Metropolen Istanbul und Ruhrgebiet“
2. bis 25. September 2010

Zur Vernissage am Donnerstag, 2. September, 18.00 Uhr, begrüßen Peter Liedtke, bild.sprachen, und Hermann Strahl, Geschäftsführer Böll- Stiftung, die Gäste. Im Anschluß hält Oliver Keymis, Vizepräsident des Landtags NRW/MdL, ein Impulsreferat über die „Kulturlandschaften: Ruhrgebiet und Istanbul“. Abgerundet wird das Programm durch die Podiumsdiskussion „Metropolenflopping“. Die Ausstellung wird zur Eröffnung musikalisch von Nihavent Classics begleitet.

Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Munscheidstraße 14
Gelsenkirchen,
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags 7 bis 16 Uhr
Der Eintritt zur Vernissage sowie an allen weiteren Ausstellungstagen ist frei
 


Eingestellt von Manfred Scharnberg in