Rückblick

Rudi Meisel - Unterwegs in London

14. April - 30. Mai 2008

Zur Eröffnung am Samstag, 12. April 2008, 18.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es spricht Dr. Enno Kaufhold, freier Fotohistoriker und Publizist, Berlin.

Wie der Fotograf selbst, so sind auch die Protagonisten in Rudi Meisels Fotografien unterwegs, immer in Bewegung. Es sind Passanten im wahrsten Sinne des Wortes, die nur für den Augenblick der Aufnahme vor seinem Objektiv kurz haltmachen. Oft ist der kurzen Begegnung mit dem Fotografen schon ein kleiner Blickwechsel vorausgegangen. Aber manchmal scheinen es die Personen gar nicht zu merken, wenn sie Teil des wunderbaren Bildgedächtnisses werden, das Meisel über Zeiten und Städte hinweg anlegt.

 

Verleihung des Otto-Steinert-Preises in der FREELENS-Galerie

28. März – 9. April 2008

Verleihung des Otto-Steinert-Preises der DGPh mit Ausstellung der Siegerbilder

Der in Berlin lebende Photograph Maziar Moradi hat im vergangenen Jahr den von der Sektion Bild der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) traditionell ausgeschriebenen Otto-Steinert-Preis gewonnen. Für seine Bildserie „1979“ war er von der Jury aus über 180 Teilnehmern ausgewählt worden. Der 1975 in Teheran geborene Photograph hat dabei den Lebensweg seiner 1985 aus dem Iran emigrierten Familie in symbolischen Situationen nachgezeichnet. Diese Darstellung hatte die Jury durch ihre Wahrhaftigkeit und die ungewöhnliche Umsetzung überzeugt. Moradi setzt das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro zur Fortsetzung dieser Arbeit ein.


© Maziar Moradi

 

Die offizielle Verleihung des Otto-Steinert-Preises der DGPh an Maziar Moradi erfolgt am 28. März um 19:30 Uhr in der FREELENS-Galerie, Steinhöft 5 in Hamburg. Sie ist verbunden mit einer Ausstellung der ausgezeichneten Bildserie, die dort bis 9. April jeden Montag bis Freitag zwischen 11 und 18 Uhr besichtigt werden kann.

 


© Maziar Moradi

 

Mit dem Otto-Steinert-Preis erinnert die Sektion Bild der DGPh an den großen deutschen Photographen und Pädagogen Dr. Otto Steinert (1915 – 1978). Er wird alle zwei Jahre als Stipendium für eine neu zu erstellende Arbeit vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert.

Zur Preisverleihung am Freitag, 28. März 2008 um 19.30 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Es sprechen Michael Ebert, DGPh, Vorstand und Prof. Vincent Kohlbecher, HAW Hamburg.

Dirk Reinartz

7. Februar – 20. März 2008

Zur Eröffnung am Mittwoch, 6. Februar 2008, 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

 

Es spricht Ulf Erdmann Ziegler, Frankfurt.

Zur Ausstellung erscheint die FREELENS Edition #01 mit sechs Fotografien von Dirk Reinartz aus sechs seiner Bücher (Siehe unten den Sonderprospekt (PDF).

 

 

 

 

Deutschland, kein Wintermärchen?


Deutschland, kein Wintermärchen?

Ein fotografischer Essay von zehn Fotostudenten der Fachhochschule Hannover

14. Dezember 2007 – 25. Januar 2008 in der FREELENS Galerie


Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 13. Dezember 2007 um 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es sind nicht gerade die Schokoladenseiten ihres Heimatlandes, die uns die Fotostudenten der Fachhochschule Hannover in ihrer fotografischen Bestandsaufnahme der Bundesrepublik Deutschland zeigen. Ausgehend von Robert Lebecks Bildstrecke „Deutschland im März“ machten sich die bei Prof. Rolf Nobel studierenden Fotografen 23 Jahre später ebenfalls auf die Suche nach dem Wesen Deutschlands. Lebeck, der in diesem Jahr mit dem Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, fotografierte Deutschland im Umbruchjahr 1983, als die CDU/CSU nach dem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt und Neuwahlen die SPD in der Regierung ablöste.

 


Foto: Michael Hauri

Mit kritischem Blick suchen die zehn Studierenden visuelle Synonyme für das, was in ihren Augen Deutschland heute ausmacht. So entstand ein Essay, der von Reichtum und Armut erzählt, von Mediengeilheit und Pornografie, Umweltbewusstsein und Mülltrennweltmeistern, von Parallel- und Spaßgesellschaft, Holocaust und Neofaschismus, Brauchtum und HighTech.

Zu sehen sind Fotografien von Henning Bode, Anja Franzke, Daniel Nauck, Michael Hauri, Tobias Schmitt, Felix Seuffert, Nicole Strasser, Florian Sonntag, Ben Ullmann, Edith Wagner.

Die Ausstellung wird kuratiert von Stephanie Bunk und ist Teil des thematischen Schwerpunkts „Bilder und Geschichten aus Deutschland“, den die FREELENS Galerie 2007 verfolgt.

Harald Hauswald - Gewendet. Vor und nach dem Mauerfall

5. Oktober – 16. November 2007

Eröffnung: Donnerstag, 4. Oktober 2007, 19.00 Uhr

Zur Eröffnung spricht Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur „Die Zeit“.

Künstlergespräch: Dienstag, 13. November 2007, 19.00 Uhr
Lesung und Gespräch mit Lutz Rathenow und Harald Hauswald

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein!

Harald Hauswalds Bilder aus dem 1987 erschienenen Buch „Ost-Berlin“ haben seine Fotografien im Westen bekannt gemacht. In der ehemaligen DDR war das Buch verboten und als es 2005 neu veröffentlicht wurde, hatte sich vieles, was Hauswald in seinen Fotografien festgehalten hat, maßgeblich verändert.

Foto: Harald Hauswald 1983



„Gewendet“ lautet der Titel der Ausstellung, für die der Fotograf Orte, die er vor dem Mauerfall aufgenommen hat, heute noch einmal besucht hat. Die Gegenüberstellung der Vorher- und Nachher-Bilder zeigt Veränderungen nicht nur im Stadtbild, sondern vor allem in der Form des Zusammenlebens und des Bedeutungshintergrunds der Menschen. Sie laden ein zum Vergleich und fordern den Betrachter auf, sich zu erinnern, jedoch ohne dabei in „Ostalgie“ zu versinken. Denn der feine Sinn für Kritik ist nicht aus Hauswalds Bildern verschwunden, im Gegenteil scheint in seinen Bildern ein Regime durch das nächste abgelöst worden zu sein.

Sein besonderes Augenmerk gilt dabei den individuellen Formen des Widerstands und der Angepasstheit, die sich im Alltagsleben zeigen. „Anteilnahme und Distanz prägen auch die neuen Fotos von Harald Hauswald, Interesse am Alten und Lust auf Neues gleichermaßen. Wer die Gegenwart nicht nur betrachten will, dem helfen die Fotos sie zu erkennen“, wie Lutz Rathenow, der mit seinen Preis gekrönten Texten die Arbeiten des Fotografen schon seit langem begleitet, die Wirkung von Hauswalds Bildern zusammenfasst.

Erika Sulzer-Kleinemeier - Fotografien 1967-2003

1. Juni – 17. August 2007


Erika Sulzer-Kleinemeier

Fotografien 1967-2003

Erika Sulzer-Kleinemeier hat mit ihrer Kamera die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über einen Zeitraum von fast 40 Jahren aufgezeichnet. Das Augenmerk der Fotografin gilt zentralen historischen Ereignissen und wichtigen Persönlichkeiten genauso wie dem täglichen Leben der kleinen Leute. Ihre Fotografien thematisieren die Verflechtung von Politik und Alltagsgeschehen. Sie zeigen menschliche Momente in der Politik, vor allem aber erzählen sie vom kämpferischen und politischen Einsatz des Einzelnen, der für seine Vorstellungen auf der Straße kämpft. Demonstrationen sowie andere Formen des

 

 

demokratischen Widerstands ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre engagierte Schwarzweiß-Fotografie. Die Anfänge der Friedensbewegung, der Studentenunruhen, der Hausbesetzungen, des Protests gegen Atomkraft und gegen die zunehmende Arbeitslosigkeit sind nur einige der Bewegungen, deren Entwicklung Erika Sulzer-Kleinemeier als Bildjournalistin für verschiedene Printmedien begleitet hat. Ihre Arbeit zeichnet sich dabei von Anfang an durch die Eigenständigkeit ihrer Perspektive und Bildsprache aus. Ihre Aufnahmen verdichten das Geschehen in aussagekräftigen und ausdruckstarken Bildern und bewahren doch gleichzeitig eine reflexive Distanz zum Medium Fotografie.

„Mann und Auto“ - Brigitte Kraemer

Brigitte Kraemer

„Mann und Auto“

Das Verhältnis von „Mann und Auto“ ist ein moderner Mythos, den Brigitte Kraemer in ihren Fotografien facettenreich beleuchtet. Ihre fotografische Studie spannt einen Bogen von der Herstellung eines Autos bis zu seinem Ende auf dem Schrottplatz und vom Jungen am Lenkrad – auf dem Schoß seines Vaters – bis zum Mann, der selbst wieder zum Kind wird, wenn er an seinem Auto schraubt oder ein Modelauto lenkt.

 

 

 

Brigitte Kraemers Aufnahmen geht eine genaue Beobachtung des Alltags voraus. Seit 1994 besucht sie Autotreffen, Raststätten, Garagen und Automessen in ganz Deutschland. Sie hat auf unterschiedlichsten Autotreffen fotografiert, bei einer Oldtimer Ralley auf dem Beifahrersitz des Adenauer Mercedes Platz genommen oder an der Rennstrecke im eigenen PKW übernachtet.

Öffentliche Anbetung - David Klammer

8. Dezember 2006 – 7. Februar 2007

David Klammer

„Öffentliche Anbetung“

Zwei Großereignisse haben Deutschland 2006 bewegt: Die Fußball-WM im eigenen Land und der Papstbesuch haben so viele Menschen auf die Straße gebracht, dass eine neue Form der Öffentlichkeit entstanden ist. Wer nicht das Glück hatte unmittelbar in die Nähe des Geschehens zu kommen, versammelte sich beim „Public-Viewing“ vor Megaleinwänden, und teilte dort die großen Gefühle mit Menschen der gleichen Trikot-Farbe oder des gemeinsamen Glaubens.

 

David Klammer hebt mit seinen bei „Public-Viewings“ entstandenen Fotografien einzelne Zuschauer für einen Augenblick aus der anonymen Masse heraus. Auf ihren Gesichtern und in ihrer Haltung zeichnen sich der Glaube, die Liebe und die Hoffnung ab, die sie mit ihrem Team verbindet. Ihre Hingabe an das Leinwandbild lässt sie einerseits als Fan-Gemeinde erscheinen, die einen gemeinsamen Altar anbetet. Andererseits erwecken die Fotografien durch den gezielten Einsatz des Blitzlichts und die Posen der Zuschauer den Eindruck, dass man es hier selbst mit Erleuchteten oder Heiligen zu tun hat. Es lag fast nah, den anschließenden Papstbesuch unter einer ähnlichen Perspektive zu betrachten. Wer jedoch meint, dass sich die ekstatischen, religiösen Szenen und die Bilder der Fußball-WM beim Papstbesuch wiederholt haben, täuscht. David Klammers Fotografien fordern dazu auf, Vergleiche zu ziehen und über den Stellenwert des Glaubens in Deutschland nachzudenken.

»EINS PLUS« Treppenbilder + GrafiTektur

»EINS PLUS«

Treppenbilder + GrafiTektur


Gerhard Hagen
Bernadette Grimmenstein

Martin Kollár - Nothing Special

24.08.2005 - 8.10.2005

Martin Kollár

Nothing Special

Fünf Jahre hat der slowakische Fotograf Martin Kollár an der Serie »Nothing Special« gearbeitet. Sein Resümee aus zahlreichen Reisen durch Osteuropa ist ein humorvoller, zum Teil tragikomischer Blick auf Länder, in denen sich Vergangenheit und Zukunft auf merkwürdige Art überlappen.

Martin Kollár ist ein aufmerksamer Beobachter mit der bemerkenswerten Gabe, Situationen punktgenau zu fixieren. Seine Fotografien vereinen den Reiz gelungener Momentaufnahmen mit einer prinzipiellen Hinterfragung des menschlichen Seins.

Martin Kollar: „Es geht bei dieser Serie natürlich wieder um meine eigenen Gefühle. Denn schließlich bin ich in der Slowakei geboren und kenne die vorherige wie auch die aktuelle Situation recht gut. Ob das eine Bild in Litauen und das andere in Ungarn fotografiert wurden, ist mir dabei nicht so wichtig. Mir geht es um das Grundgefühl, das diese Länder immer noch vermitteln und das ich fotografisch festhalten möchte.“

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