Horst A. Friedrichs
21st Century Mods vs. Rockers
FREELENS Galerie
Steinhöft 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 300 664-0
Öffnungszeiten:
Mo-Fr von 11-18 Uhr
Horst A. Friedrichs.
21st Century
Mods versus Rockers.
11. Februar bis 25. März 2011
Zur Eröffnung der Ausstellung mit Horst A. Friedrichs am Donnerstag, 10. Februar 2011 um 19.00 Uhr, laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Musik: THE HIP CAT CLUB – beat discotheque
In den Nischen blüht die Subkultur! Dorthin hat sich der in London ansässige Fotograf Horst A. Friedrichs begeben, um die hermetischen, aber überaus vitalen Lebenswelten der britischen Mods und Rocker zu dokumentieren.

Aus einem über zehn Jahre andauernden Projekt führt Friedrichs verblüffende Ansichten der New Modernists und Neo-Rocker vor, die ihr extrem ausgeprägtes Stilbewusstsein kultivieren und weiterentwickeln, die sich ständig neu definieren und deren Anziehungskraft für nachfolgende Jugendliche ungebrochen anhält.

Auch wenn der spezifische Stil der englischen Mods und Rocker in regelmäßigen Abständen in zeitgenössischer Mode und Musik recycelt wird, sind die Jugendbewegungen, die in den 60er Jahren ihren Höhepunkt erreichten, aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwunden. Friedrichs gibt einen pointierten Einblick in die einst aus der Arbeiterklasse hervorgegangenen Gruppen. Seine Mods-Fotos zeigen ihr Freizeitverhalten und jene spezifische Ästhetik, die von stilvoller Frisur, extravaganter Kleidung bis zum richtigen Fortbewegungsmittel reicht. Den Gegenentwurf zu den hedonistischen Mods bilden die Rocker. Ein Film wie „The Wild One“ sowie amerikanischer Rock’n’Roll waren einst identitätsbildend für deren Urgeneration. Bis heute ist das Erscheinungsbild der Neo-Rocker geprägt von kunstvoll verzierten Lederjacken, pomadisierten Frisuren und schweren Rennmaschinen.

Friedrichs Fotoserien, die zwischen grobkörnigen Schwarzweiß und subtiler Farbigkeit changieren, bilden eine ausgeklügelte Mischung aus intimen Porträts und überraschenden Momentaufnahmen von Szene-Treffs, Events und Konzerten, auf denen junge und ältere Generationen zusammentreffen. Einmal entschieden, bleiben die meisten ihrer Szene ein Leben lang verbunden. Schnell wird klar, dass es sich um eine Lebensphilosophie, nicht um eine kurzweilige Modelaune handelt. Wie sagt es ein Protagonist der Szene so treffend: „It‘s not a fashion statement … it’s in the soul.“

Horst A. Friedrichs, 1966 in Frankfurt geboren, studierte Fotografie an der Fotofachakademie in München. Danach begann er, intensiv zu reisen. Die daraus resultierenden Reportagen sind u.a. in The New York Times; The Guardian, Spiegel, Stern oder Zeit publiziert worden.
Mehrere seine Reportagen erschienen als Buch, so seine Beschäftigung mit der musikalischen Kultur der Sufis in Pakistan („Troubadours of Allah“) oder seine Dokumentation „Dona Maria und ihre Träume“ über eine entlegene Gemeinde in Venezuela (2008).
1997 zog Friedrichs nach London, um neben seiner kommerziellen Arbeit an einem Langzeitprojekt über jugendliche Subkulturen zu arbeiten. 2009 erschien dazu das Buch „I'm One - 21th Century Mod“, wenig später „Or Glory. 21st Century Rockers.“ 2008 erhielt Friedrichs für die Serie „100 Jahre Einsamkeit“ den renommierten Lead Award für die beste Reportage des Jahres. Horst Friedrichs Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen weltweit gezeigt worden.
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