Blitz und Donnerwetter bei den Urheberrechten

Fotografenproteste allenthalben

 

1. September 2009. London: Vor dem Gebäude des Guardian am Kings Place protestieren 30 Fotojournalisten – aus einem Grund der überall und international Widerstand hervorruft: Buy-Out. Die Guardian News & Media Gruppe (GNM) präsentierte seinen freien Mitarbeitern neue Verträge, mit denen ab dem 1. September sämtliche Zweitverwertungen für alle ihre Medien im Auftragshonorar enthalten sein sollen.

Die Aktion wurde von der National Union of Journalists unterstützt und 850 Fotojournalisten haben bereits in einer Unterschriftenliste gegen den Vertrag protestiert. Cartoonist Steve Bell, Mitglied im Guardian Betriebsrat bewertet den Protest so: „Kommentare mögen frei sein, Inhalte sind es aber nicht. Dieser Versuch ist Diebstahl an der Arbeit von Menschen und an ihrem Recht davon zu leben.“

Am selben Tag in Perpignan: Vor dem „Grand Cafe de la Poste“ wird es laut. Auch hier sehen Fotografen die Gefahr, dass der Fotojournalismus zu Grabe getragen wird. Das ist den Plakaten zu entnehmen, die die Gruppe Passanten und Besuchern des Fotofestivals entgegenhält. Es sind Mitglieder von FREELENS France und der saif, dem Verband der visuellen Autoren. Der Protest  gegen die Enteignung von Fotografenrechten in Frankreich geht über das Megaphon und hallt durch die mittelalterlichen Gassen – bis ein ganz anderes Gewitter hereinbricht: Blitz Donner und Regen.

Vor dem Treffpunkt der Fotoszene in Perpignan geben Mitglieder von FREELENS France und von saif ihren Protest zum Ausdruck. © Michael Ebert


Eingestellt von Manfred Scharnberg in