Corbis schließt die legendäre Fotoagentur Sygma

Der Geschäftsbetrieb wird eingestellt

 

Sygma, die renommierte französische Presseagentur ist nach 37 Jahren ihrer Existenz pleite. Der derzeitige Besitzer, die Agentur Corbis, will das Unternehmen auflösen und das französische Büro schließen.

Gegenüber BJP erklärte eine Corbis Sprecherin den Grund dafür: „Es ist eine sehr schwere Entscheidung, denn wir haben mehr als zehn Jahre Zeit und viel Geld in die Agentur gesteckt, um der Welt die Arbeit von Sygma-Fotografen zugänglich zu machen.“ Doch Corbis habe sich gezwungen gefühlt, den Geschäftsbetrieb einzustellen. „Obwohl wir große Anstrengungen unternommen, und zehn Millionen Euro investiert haben, war es nicht möglich die Problem zu lösen, die Corbis mit dem Kauf übernommen hatte."

Offenbar waren unter der Ägide von Sygma auch Bilder verschwunden. 750 Fotos aus der Zeit von 1987 bis 1995 von Dominique Aubert hat der Fotograf nicht zurückbekommen, als er sie 2003 zurückforderte. „Aufgrund der extrem unangemessenen Möglichkeiten Erträge zu erzielen, sowie der zu erwartenden Gerichtsverfahren, kam Corbis zu dem Entschluss Sygma nicht mehr weiter zu führen“, sagte die Sprecherin. Man will sich mit den französischen Behörden gemeinsam darum bemühen negative Folgen für Kunden, Mitarbeiter und Fotografen so gering wie möglich zu halten.

Die 1973 gegründete Agentur Sygma, avancierte relativ schnell zu den führenden Bildagenturen der Welt, die Fotografen wie Allen Tannenbaum, Les Stone und Andrew Lichtenstein repräsentierte. Seit 2001, als 90 Mitarbeiter und 42 Fotografen in den Streik traten, erhielt Sygma allerdings keine aktuellen Fotos mehr zur Vermarktung. Viele der Fotografen werden heute von Corbis vertreten.


Eingestellt von Manfred Scharnberg in