Fotos mit Preisschildern
Schöne neue Markenwelt
Darauf hat die Welt gewartet – jedenfalls die Welt der Dealer: Fotos können jetzt mit Preisschildern versehen werden. Nicht mit dem Honorar für das Foto, sondern mit den Preisen für die, auf dem Foto abgebildeten Gegenstände. So hat man es nun geschafft, dass ein Foto nicht nur zum Kaufen anregt, sondern direkt zur Verkaufsfläche wird.
Der neue Dienst der Start-up Firma Pixazza aus dem kalifornischen Mountain View ermöglicht es mit seinem Dienst jedes Foto im Internet mit Hilfe von Markierungen zum integrierten Online-Shop umzufunktionieren. Ist eine Uhr abgebildet – zack Preisschild dran. Wer auf das so getaggte Produkt klickt, wird sofort mit dem passenden Online-Shop verbunden, der diese Uhr anbietet. Und das Preisschild auf der Sonnenbrille, führt per entsprechendem Link sofort zum Shop der Marke X.
Screenshot von der Pixazza Homepage
Derzeit läuft das Prinzip noch als Pilotprojekt und auf etwa 10 Blogs. Die Links führen bisher zumeist zum E-Commerce-Riesen Amazon. Von jedem Verkauf erhalten die Betreiber der Seiten eine Provision, ein Teil davon bleibt bei Pixazza hängen. „Nun ist ein Bild mehr wert als tausend Worte“ behauptet Pixazza. Wer meint, damit hätten wir Fotografen Mitstreiter gefunden, die den Wert der Fotografie hoch halten, ist allerdings schief gewickelt.
Spinnt man dieses Szenario weiter, so wird es möglicherweise in Zukunft vermehrt Fotos geben, die Modelle mit verkaufsträchtigen Markenartikeln von oben bis unten behängt zeigen. Und sie posieren in mit Produkten voll gestopften Räumen. Bewegt man seine Maus dann künftig über ein Bild, tauchen überall kleine Preisschilder auf. Schöne neue Markenwelt.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
