Galore zieht den Stecker
Interview-Themen sind im Netz nicht finanzierbar
Das einst so gefeierte Magazin GALORE verschwindet gänzlich vom Markt. 2003 gegründet, hatte das Interview-Magazin bereits 2009 den Druck eingestellt. Die letzte Printausgabe erschienen am 10. Juni. Nun wird auch bei der GALORE-Site der Stecker gezogen. Denn auch der Rückzug ins Web, die Idee GALORE im Netz weiter zu führen, ist nicht aufgegangen. Was verwundert, da dort inzwischen ein kostbarer Schatz an 908 Interviews von bekannten Persönlichkeiten online ist.
Sascha Krüger schreibt im Namen der GALORE Redaktion: Der Fehlschlag sei „umso tragischer, als wir von allen Seiten – Kollegen, Medien, Interview-Partnern und nicht zuletzt von Ihnen, unseren treuen Lesern – konstant mit Lob für unsere Arbeit bedacht wurden. Es schien sich tatsächlich jeder auf unseren Interview-Stil und den Wunsch, über unkonventionelle Fragen interessante Gespräche zu führen, einigen zu können. Die Begeisterung auf allen Seiten war also groß; und doch hat es leider nicht dazu beigetragen, dass von Seiten der Marketing- und Kooperations-Partner ausreichend Interesse gezeigt wurde, sich in einer Weise zu engagieren, die das kostendeckende Betreiben von www.galore.de ermöglicht hätte.“
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
