Getty und die Hobbyknipser
Bildagentur für Flickr-Bilder
„ Ja. Sie machen tolle Fotos und wir alle haben schon viele Geschichten (gute, schlechte und unschöne) von Mitgliedern gehört, die in den letzten vier Jahren auf ihre Fotos angesprochen wurden und Angebote erhielten, diese außerhalb des Flickrversums zu veröffentlichen.“ Mit diesen Worten wendet sich Flickr an seine Nutzer, denn die Foto-Community für Amateurfotografen steigt ins kommerzielle Fotobusiness ein.
Mitglieder stellen bei Flickr Alben zusammen, veröffentlichen ihre Bilder und drucken hübsche Postkarten aus. Ein neuer Zweig soll solche Fotos nun zu Geld machen – in Kooperation mit Getty Images. Die Yahoo-Community beschreibt die Idee folgendermaßen: „Das Flickr Team hat schon lange nach einem Weg gesucht, es Interessierten aus der Druck- und Medienbranche leichter zu machen, das Talent und die Rechte der Mitglieder in solchen Fällen zu achten.“ Hobbyfotografie zu bezahlen statt zu klauen – meinen sie wohl damit.
Der Part von Getty Images: Ihre Bildredakteure durchsuchen die Foto-Community nach brauchbaren Bildern und stellen diese ihren Kunden unter www.gettyimages.de für eine Lizenzierung zur Verfügung. Die rekrutierten Bildurheber schließen einen Vertrag, der Persönlichkeits- und Urheberrechte beinhaltet, mit Getty. Zu den finanziellen Bedingungen wurde bislang nichts bekannt.
Die Hinwendung des Unternehmens zum Fotoamateur stilisiert Jonathan Klein, Mitbegründer von Getty Images, zur Innovation hoch: „Flickr ist der ideale Partner. Indem wir unseren Kunden das umfassendste Angebot an qualitativ hochwertigen digitalen Inhalten bieten, geben wir auch der Bildindustrie neue Impulse.“ Das sagte er gegenüber dem Branchendienst HORIZONT.NET.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
