Hansel-Mieth-Preis 2011 verliehen

Fotograf David Gillanders und GEO-Redakteurin Susanne Krieg machten das Rennen

 

Den Hansel-Mieth-Preis 2011 erhielten die GEO-Redakteurin Susanne Krieg und der britische Fotograf David Gillanders. Das Gabriel-Grüner-Stipendium ging an Markus Wanzeck und Kathrin Harms.

Foto aus der Glasgow-Serie. © David Gillanders

In ihrer Reportage „Die andere Seite“ hatten Krieg und Gillanders am Beispiel einer Familie den Niedergang der Arbeiterviertel von Glasgow geschildert. Die Geschichte war in „GEO-Special“ erschienen. Wanzeck und Harms planen, eine junge Frau, die als Adoptivkind aus Nepal nach Deutschland gekommen war, zu ihrer leiblichen Mutter zu begleiten.

In ihrer Dankesrede verriet Preisträgerin Susanne Krieg, dass sie sich schon als Journalistenschülerin jedes Jahr auf das neue Hansel-Mieth-Preis-Buch gefreut habe. „Später mischte sich unter die Freude die leise Hoffnung, selbst einmal darin vertreten zu sein“, so die 36-jährige Preisträgerin.


Foto aus der Glasgow-Serie. © David Gillanders

In seiner Festrede zur Preisverleihung mahnte Professor Bernhard Pörksen Journalisten und Verlage, die Printmedien nicht vorzeitig verloren zu geben. Die gedruckte Reportage erlaube ein tiefgreifendes Verständnis komplexer Themen und biete Platz für Zwischentöne. „Das ist kein 'Nice-to-have', sondern zentral für eine intakte Medienlandschaft“, so der Tübinger Medienwissenschaftler.

Mit dem Hansel-Mieth-Preis erinnert die Reportageagentur “Zeitenspiegel“ an ihr 1998 verstorbenes Mitglied Johanna „Hansel“ Mieth. Die Auszeichnung wird für herausragende journalistische Arbeiten in Text und Bild vergeben. Das Stipendium wird im Gedenken an den 1999 im Kosovo ermordeten Journalisten Gabriel Grüner verliehen.


Eingestellt von Manfred Scharnberg in