115 000 Euro für Nacktfotos von Frankreichs First Lady
Gericht spricht Fotografen Schadensersatz zu
Für das Modemagazin Vogue hatte das Fotografenteam Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin im letzten Jahr hüllenlose Fotos von Carla Bruni geschossen, die zusammen mit einem Interview veröffentlicht wurden. Fünf Tage vor der Hochzeit mit Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy, im Januar 2008, veröffentlichten die Zeitung 20 minutes und das zur Mondadori-Gruppe gehörende People-Magazin Closer sowie die Website Visual Press Agency die Bilder erneut – allerdings ohne jegliche Genehmigung. Die Verlage, die damit Kasse machen wollten, werden vom Pariser Amtsgericht dafür nun kräftig zur Kasse gebeten.
Insgesamt 115 000 Euro Schadensersatz sollen die Verlage an die Fotografen zahlen, wegen der Verletzung der Rechte der Autoren. Da Paris-Match Verkaufsverhandlungen über die Fotos abgebrochen hatte, als die „gestohlenen“ Bilder plötzlich auftauchten, konnte sogar ein konkreter Einnahmeausfall nachgewiesen werden.
Eingestellt von Manfred Scharnberg in