(Un)beschreiblich weiblich
Magazin kommt feminin daher
Ein neues Nachrichtenmagazin – ganz aus weiblicher Sicht – ist in der Entstehung. Das vorwiegend weibliche Redaktionsteam von nouvelles hat diesen Monat seine Arbeit aufgenommen. Nouvelles soll keine neue Frauenzeitschrift werden, sondern ein Magazin für Frauen und Männer, das sich an Time Magazine, Newsweek oder The Economist orientiert. Nur eben mit dem kleinen Unterschied: Die weibliche Perspektive. Diese bestimme nach Ansicht der Redaktion das 21. Jahrhundert.
Nachrichtliche Inhalte gehen spätestens ab Herbst zunächst noch im Internet unter www.nouvelles.de an die Öffentlichkeit. Später – zu einem noch ungewissen Zeitpunkt – soll es mit dem Print-Magazin an den Kiosk gehen. „Die Redaktion wird für die vier Ressorts Politik, Wirtschaft, Wissen und WWW sowohl relevante Kurznachrichten als auch anspruchsvolle Reportagen, Interviews und Portraits produzieren. Für die fünfte Rubrik – Leben – werden intelligente Features zu Themen aus Gesellschaft, Kultur, Mode und Lifestyle erarbeitet“, so die Redaktion, die in München und Berlin jeweils ein Büro hat. Ihr Versprechen: Weder über Babybrei zu berichten, noch um den heißen Brei herum zu reden.
Auch wenn das Redaktionsteam weiblich ist und eine Chefredakteurin die Richtung bestimmen wird, so stammt die Idee von drei Männern. Marc Schenk, Maximilian Hilber und Arndt Knieper haben dafür eine eigene Verlagsgesellschaft gegründet.
Aktualisierung:
Bei Fotografen ruft ein neues Magazinkonzept Fragen hervor, gerade wenn es mit vielen Illustrationen daher kommt. Arndt Knieper von nouvelles hat einige Antworten gegeben.
FreeLens: Foto oder Illustration, welche Optik erwartet uns?
nouvelles: Das Foto ist immer noch eines der wichtigsten visuellen Elemente zur Unterstützung der Textaussage und natürlich oftmals eine Nachricht für sich. Bei einem eher abstrakten Begriff wie „die weibliche Perspektive“ haben wir bewusst auf nichts sagende Symbolfotos verzichtet und sie durch die extraordinären Illustrationen von Carla Schostek und Anja Münch verwendet. Es wird also bei Nouvelles immer auch viele Illustrationen geben.
FreeLens: In welchem Umfang wird es Fotos geben?
nouvelles: Wir sind gespannt auf die Ergebnisse unserer Umfrage auf www.nouvelles.de, in der wir unter anderem das von den Leserinnen und Lesern gewünschte Text-Bild-Verhältnis erfragen. Daher können wir diese Frage noch nicht abschließend beantworten.
FreeLens: Welcher fotografische Stil soll gepflegt werden?
nouvelles: Wir bewegen uns in einer Zeit, in der Webcam- und Handyfotos von den Leserinnen und Lesern als gleichwertige Informationsquelle angesehen werden. Dem werden wir einerseits Rechnung tragen, indem wir diese Art der Fotografie in seriösem Kontext ganz selbstverständlich in unseren Nachrichten verwenden. Andererseits legen wir den Schwerpunkt auf professionelle Qualitätsfotos und das möglichst exklusiv. Denn heutzutage kann eine Zeitschrift, Print oder Online, nur Erfolg haben, wenn sie eigene Inhalte bietet und das gilt im Besonderen auch für Fotos.
FreeLens: Der Anteil der Agenturfotos?
nouvelles: Wir werden so wenig wie möglich auf Presseagentur-Material zurückgreifen. Falls weder exklusives Bildermaterial noch inhaltlich passende Fotos von Nachrichtenagenturen vorhanden sind, werden wir – wie in unserem jetzigen E-Paper auch – lieber Illustrationen erstellen lassen, anstatt Stockfotos zu kaufen. Nouvelles wird also eine zeitgemäße und aussagekräftige Bildsprache aus Fotografie und Illustration verwenden.
Nouvelles Nachrichten GBR, Hübnerstr. 20, 80637 München, Tel: +49(0)89-184493,
E-Mail: info@nouvelles.de, Internet: www.nouvelles.de
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
