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Respekt vor der kreativen Leistung!

Die Initiative Urheberrecht fordert zum Internationalen Tag des Urheberrechts am heutigen Donnerstag mehr Respekt vor der kreativen Leistung. In der aktuellen Debatte zum Urheberrecht in der so genannten digitalen Gesellschaft werden Vorschläge unterbreitet, die nach Ansicht der Initiative Rechte von Urhebern und ausübenden Künstlern beschneiden zugunsten vermeintlicher Interessen der Nutzer, vor allem aber im Interesse der Internetwirtschaft. Die in den laufenden Debatten immer wieder laut gewordenen Forderungen nach vergütungsfreiem Kopieren und Veröffentlichen im Internet sind mit den Rechten der Urheber ebenso wenig vereinbar wie beliebige Bearbeitungen ihrer Werke durch Dritte.

FREELENS Positionspapier zur Urheberdebatte

FOTOGRAFEN UND URHEBERRECHTE

Nach dem Wahlerfolg der Piraten in Berlin am 18.9.2011 verfielen andere Parteien in Panik: Zuerst die Grünen, die Linken und dann auch Teile der CDU. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in der Netzpolitik den Piraten nacheifern wollen und dabei mit Schlagworten agieren: Modernisierung des Urheberrechts, Teilhabe der Gesellschaft an den Werken, Freiheit des Netzes, Zugang zu Werken für die Allgemeinheit etc. Man kann nur vermuten, dass die gegenwärtige Diskussion in den Parteien um Urheberrechte, Schutzfristen etc. alle geschaffenen Werke der Urheber gleich und damit undifferenziert betrachtet. Leider sind alle Papiere der Parteien zu diesen Themen sehr unscharf und auch auf Nachfrage bei den Parteien ist darüber keine Klärung herbeizuführen.

Presserat zieht Grenzlinie

Beim Deutschen Presserat beklagten sich insgesamt 49 Beschwerdeführer über Fotoabbildungen zum gewaltsamen Tod des libyschen Diktators Muammar Al-Gaddafis in einigen Medien. Dazu stellte der Beschwerdeausschuss fest: „Die Bilder sind Dokumente der Zeitgeschichte.“ Allerdings stellte die Kommission keinen pauschalen Persilschein aus, sondern befasste sich detaillierter mit den Fotos, die den blutverschmierten Leichnam Gaddafis zeigen – in Videobildern sogar noch mit dem Tode ringend.

Ein Spießer will Geld drucken

Spießer Alfons hat wohl den bissigsten Kommentar zu den Urheberrechtsplänen der Grünen losgelassen. Der Blogger namens Harald Dzubilla, der unter der Rubrik „off the record“ auf Horizont.net schreibt, sieht in der von den Grünen beabsichtigten Abschaffung einer Vererbung geistigen Eigentums eine Aufhebung des Erbrechts. „...

Grüne verordnen sich ein Nachdenken

Nach vehementen Protesten von Kreativen und Urheberverbänden wie FREELENS und Komponistenverband – um die Bandbreite zu nennen – haben die Grünen auf ihrem Parteitag den umstrittenen Antrag zur Netzpolitik modifiziert. Ebenso haben interne Diskussionen zu 40 Änderungsanträgen geführt, wovon die meisten den Passagen zum Urheberrecht galten. Statt der ursprünglichen Version in der eine „fünfjährige Schutzfrist ab Veröffentlichung mit anschließender, gebührenpflichtiger mehrmaliger Verlängerungsoption" gefordert wurde, haben die Grünen sich zur Verkürzung der Schutzfristen ein weiteres Nachdenken verordnet.

Die Grünen Piraten vergraben den Kulturschatz

Die Grünen Piraten vergraben den Kulturschatz

Parteien haben es heute schwer. Ihre Konturen sind unscharf, sie wollen es allen recht machen, sie hinken gesellschaftlichen Entwicklungen hinterher und ihre Glaubwürdigkeit haben sie in weiten Teilen der Bevölkerung verspielt. Und wenn da noch eine neue Partei wie die Piraten Partei mit ihren Wahlerfolgen auftaucht, kommt es schnell zur Schnappatmung bei den etablierten Parteiverantwortlichen.

Kachelmann knipst zurück

Jörg und Jörg vor Gericht. Dem Fotografen Jörg Völkerling gelang ein heimlich aufgenommenes Foto vom Wettermoderator Jörg Kachelmann beim Hofgang im Untersuchungsgefängnis. Die Aufnahmen wurden von Bild, Bild.de, RTL und der Website des Schweizer Blick veröffentlicht.  Als Völkerling im Frühling 2011 in der Nähe der Wohnung von Jörg Kachelmann in seinem Auto auf eine neue Gelegenheit wartet, den Wettermann vor die Linse zu bekommen, schlägt Kachelmann zurück. Er fotografiert den Fotografen und veröffentlicht es bei Twitter. Das Bild versieht er mit Kommentaren, die auf seine tiefe Verletztheit schließen lassen.

Reporter als Terroristen vor Gericht

Am Dienstag, den 18. Oktober, hat in Äthiopien der Prozess gegen zwei schwedische Journalisten begonnen. Der Fotograf Johan Persson und der Journalist Martin Schibbye, die für die Agentur Kontinent arbeiten, wurden im Juli 2011 in der äthiopischen Region Ogaden festgenommen. Sie berichteten über Menschenrechtsverletzungen im Land. Beiden Journalisten wird vorgeworfen, sich terroristischer Verbrechen schuldig gemacht zu haben, es droht ihnen jetzt eine Haftstrafe von bis zu 40 Jahren.

Update: Kauder-Welsch

UPDATE, siehe unten

Edathy - frag deinen Abgeordneten

Lieber Herr Edathy,

besten Dank für ihre Steilvorlage. Die untere Facebook-Konversation kann man ja gar nicht mehr kommentieren, außer dass wir für den geneigten Leser noch hinzufügen, dass sie gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD) aus dem Wahlkreis Nienburg - Schaumburg und zudem Mitglied im Rechsausschuss [sic!] sind. 

Wir haben mal den Frank-Walter Steinmeier gefragt, wie man eigentlich in diesen Rechtsausschuss kommt. Die Antwort gibt's dann (vielleicht) hier.