US-Fotografen klagen gegen Google-Books
Berufsverbänden reicht der Google-Book-Deal nicht
Google-Books, das international umstrittene Projekt des Einscannens von Büchern, hat dem kalifornischen Internet-Konzern nun auch eine Klage von Fotografen beschert. Die American Society of Media Photographers und vier andere Verbände – zu denen auch Buchillustratoren gehören – haben eine Sammelklage vor einem New Yorker Gericht eingereicht, weil sie die Nutzung ihrer Fotos „angemessen" vergütet haben wollen.
Schon 2005, als Google ohne Rechtsgrundlage mit der Digitalisierung von Millionen Büchern begonnen hatte, waren US-Autoren und Verlage wegen der Urheberrechtsverletzungen vor Gericht gezogen. Für die ungenehmigte Verwendung ihrer Werke wollen sie honoriert werden. Bislang liegt ein Vergleichsvorschlag auf dem Tisch, der Google erlaubt, gegen die pauschale Zahlung von 125 Millionen Dollar Bücher ins Internet zu stellen – ein Deal, der noch vom New Yorker Gericht genehmigt werden muss.
Sich diesem so genannten Google-Book-Deal anzuschließen, hatten die Berufsverbände zunächst in Erwägung gezogen. Allerdings wurden sie per Gerichtsbeschluss von der Autorenklage ausgeschlossen. Nun fordern sie ihre Rechte aber mit einer eigenen Sammelklage ein
Eingestellt von Manfred Scharnberg in
