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LUMIX Festival: Sozialreportage ade´

Unter dem provokanten Titel „Sozialreportage – brotlose Kunst für Sozialromantiker?" werden am Mittwoch, den 18. Juni um 14 Uhr zwei bekannte Fotografen, die sich mit Sozialreportagen beschäftigen, mit Bildredakteuren diskutieren. Rolf Bauerdick und Jürgen Escher werden Andreas Trampe von Stern, als Gesprächspartner haben. Angefragt sind auch Sonja Streit von der Brigitte, Rüdiger Schrader von Focus.

Bildergalerie der Hinrichtungen

Der Nachrichtensender n-tv hat auf seiner Homepage eine Fotoserie veröffentlicht, die Hinrichtungen, Todeskandidaten und Tötungseinrichtungen zeigt. Darüber ist im Internet eine Diskussion entbrannt, die meist negative Einschätzungen liefert. Ein Beispiel: „... war ich entsetzt – nicht nur über die unpassenden, falschen, dummen Fotos, sondern vor allem über die Dummheit und Dreistigkeit der `Bildredakteure´, die diese geschmacklosen, sinnfreien, bezugfreien Fotos einstellen – wie ich auch hier vor lauter Kopfschütteln schon Schwindelanfälle bekommen werde.“

Screenshot der n-tv Hinrichtungsgalerie

Stoddart Interview

Der Fotojournalist Tom Stoddart hat der Internetplattform pressetext ein lesenswertes Interview gegeben. Titel: "Gute Fotos brauchen Herz und Verstand". Stoddart ist durch seine eindrucksvollen Bilder bekannt geworden. Seine Themen: Tschernobyl, Hunger im Sudan, Aids in Afrika, Flüchtlingslager in Beirut, Flüchtlinge im Kossovo.

Im Interview wird behandelt, wie er die Konfrontation mit Leid und Elend verarbeitet. Tom Stoddart erklärt, was er von der Digitalisierung der Fotografie hält. Hier eine Kostprobe zum Thema Leserreporter:
„Jeder kann schreiben - viele schreiben einige Zeilen, andere Romane. Genauso ist es bei der Fotografie. Viele machen Schnappschüsse, wenige dafür wirklich gute Fotoserien.“

VIEW als E-Paper

Gruner + Jahr bringt Auszüge des Magazin VIEW auf der stern.de Plattform jetzt als kostenlos ausdruckbares E-Paper heraus. VIEWspotlight! heißt es. In der Mai-Ausgabe geht es um Fotos von David LaChapelle, MariaB, Henry Fuchs, Wolf-Peter Steinbeißer und das legendäre James Dean Foto von Dennis Stock.

http://view.stern.de/v2/spotlight

Vanessa Winship gewinnt Sony Fotopreis

Der diesjährige Sony Fotopreis geht an Vanessa Winship. Die Engländerin, die auch beim World Press Wettbewerb ausgezeichnet wurde, kann sich mit einem langen Titel schmücken: „Sony World Photography Awards Photographer of the Year“. Die längste Praline der Welt hätte als Dreingabe gut gepasst – gab es aber nicht. Stattdessen ein Preisgeld von 25.000 Dollar. Eine rauschende Gala in Cannes mit hunderten Gästen bildete den Rahmen der Preisverleihung.

Foto aus der Siegerserie: Schulmädchen in der Osttürkei © Vanessa Winship

LUMIX Festival: Der Preis und das Fest

Es soll eine Party werden und keine trockene Zeremonie. Die Verleihung des FreeLens Award zum LUMIX Festival findet am 21. Juni 2008 statt. Im Rahmen der großen Abschlussparty vergeben um 22.30 Uhr Bertram Solcher, Vorsitzender der Fotojournalisten-Organisation FreeLens und der Sprecher der Jury, MAGNUM-Fotograf Thomas Höpker, den mit 5.000 Euro dotierten FreeLens Award für jungen Fotojournalismus.

 

 

Die Preistrophäe des FreeLens Award

Selbstzensur: AP löscht Stinkefinger Foto

Am 23. April 2008 brachte der US-Nachrichtendienst Associated Press ein Foto von Kelly Osbourne, Tochter des Rockstars Ozzy Osbourne, auf den Markt. Kurz darauf wurde es mit dem Hinweis „PHOTO ELEMENTATION“ versehen und wieder aus dem Verkehr gezogen. Das Bild von Matt Sayles zeigt die freudig strahlende Musikerin bei der Preisverleihung des amerikanischen NME Awards. Was daran so untragbar war? Die Trophäe des Popmagazins New Musical Express stellt eine Hand mit ausgestrecktem Mittelfinger dar – eine zu anstößige Geste für AP.

Das älteste Foto der Welt?

Bislang galt der Blick aus dem Arbeitszimmer des Franzosen Joseph Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1826 als erstes Foto der Welt. Nun nahm das Auktionshaus Sotheby´s ein Bild kurzfristig aus der Versteigerung, weil inzwischen vermutet wird, dass dieses noch älter als das Niépce Foto sein könnte.

ddp wechselt Kamerasystem

Ein gesamter Fotografenpool steigt komplett auf ein neues Kamera-Equipment um. Die festangestellten Fotojournalisten der Nachrichtenagentur ddp arbeiten künftig mit Nikon D3. Rechtzeitig vor der Fußball-Europameisterschaft und den Olympische Spielen fand der Systemwechsel statt. Der Kamerahersteller profitiert von den Fotoprofis: „Die Erfahrungen der ddp-Fotografen werden ... in den kommenden Jahren maßgeblich in die Forschungsarbeit und Entwicklung der Nikon-Profiprodukte einfließen.“ heißt es in der ddp Presseerklärung.

Die festangestellten Fotografen vor dem Hauptsitz von ddp in Berlin © Gerrit Borth/ddp

Frankreich: Kameras niedergelegt

„Was ist denn los? Will niemand Fragen stellen?“, fragte die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde verdutzt, als sie im Élyséepalast vor die Presse trat. Statt wie üblich in einen Wald von Objektiven und Mikrophonen zu blicken, lagen die Arbeitsgeräte der Journalisten demonstrativ auf dem Boden. Was war passiert? Aus Ärger über neue Absperrrungen in dem Regierungsgebäude reagierten Französische Medien mit einem Bilderboykott, denn die Sperre verhindere spontane Interviews.

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