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»Melanie Dreysse«

Jeder ist eine Marke

Friederike Prantl, Fotoscout, 26, steht bei angesagten V.I.P.-Partys auf der Gästeliste. Ihre Rampensau-Qualitäten erwarb sie sich in der Provinz, als man sie noch mit Gratisgetränken und Werbegeschenken honorierte. »Ich habe wenig über Fotografie gelernt, aber viel über Menschen« Friederike Prantl Mit 16 begann Rieke, für das JustParty-Portal der Südostpresse zu fotografieren. Fast jedes Wochenende war sie unterwegs, um in Dorf-Discos und Eisdielen, auf Abi-Feiern und Bowlingbahnen posierende Mädchen und Jungs »abzuschießen«. Nebenbei belieferte sie ihren mehr...

Das kann man knicken

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Im März dieses Jahres alarmierte ein Vorgang die Fotojournalisten, die für den Jahreszeiten Verlag arbeiten: Dessen neue Rahmenverträge für Fotoproduktionen enthalten Bedingungen, die nicht akzeptabel seien. Der Verlag, der Zeitschriften wie Merian, Der Feinschmecker, Architektur und Wohnen, Für Sie, Petra und Selber machen publiziert, löste damit eine Protestwelle unter Fotografen und Bildagenturen aus. Denn diese Regelungen unterscheiden sich drastisch von den marktüblichen. Sie greifen massiv in die Rechte von Fotojournalisten mehr...

Nach wie vor aufregend

Zukunft der Fotografie? Die Fragestellung sollte eher »Die Zukunft der Medien« heißen. Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ist Fotografie eng mit der Frage der Veröffentlichung verbunden; und die Veröffentlichung fand fast ausschließlich in Printmedien statt. Wie auch immer sich die Medien entwickeln werden, ob in zehn Jahren ein Magazin oder eine Zeitung in gedruckter Form noch existieren wird, vermag ich nicht zu prophezeien, aber der Hunger nach neuen Bildern wird wachsen und die mehr...

Stillose Bildmenge

Fotografen werden weiterhin den Zustand der Welt beschreiben und interpretieren. Es wird eine deutliche Trennung zwischen Autor und Dienstleister geben. Das Gros der Berichterstattung über Katastrophen und Kriege wird von Agenturen und Amateuren bewerkstelligt, der interpretierende Autor wird viel zu langsam sein, um beim schnellen Liefern weltweiter, digitaler Daten noch teilhaben zu können. Von den neuen Pressefotografen ist stillose Bildmenge gefragt, die sowohl im Internet als auch auf Zeitungsseiten einen schnellen Hingucker liefert. Gleichzeitig konkurrieren mehr...