Felix Schoeller Photo Award 2015

Christian Werner zeigt in seiner Serie »74.« das Leiden der Jesiden, die von der IS-Terrormiliz stärker verfolgt werden als andere Religionsgruppen. Nominiert in der Kategorie Fotojournalismus/Editorial.

Christian Werner zeigt in seiner Serie »74.« das Leiden der Jesiden, die von der IS-Terrormiliz stärker verfolgt werden als andere Religionsgruppen. Nominiert in der Kategorie Fotojournalismus/Editorial. Foto: Christian Werner/laif

FREELENS Mitglieder ausgewählt

30 Nominierte stehen fest

Die Jury hat entschieden: jeweils fünf hochklassige Arbeiten in fünf Kategorien sowie für den Nachwuchsförderpreis wurden für den internationalen Felix Schoeller Photo Award für Profifotografen ausgewählt, zu den Nominierten gehören auch die FREELENS Mitglieder Nora Bibel, Sandra Hoyn, Felix von der Osten und Christian Werner. Die Galerie mit den Arbeiten aller Nominierten ist hier zu sehen. Der Felix Schoeller Photo Award ist einer der höchstdotierten Fotowettbewerbe im deutschsprachigen Raum. Der Preis ehrt Arbeiten, die Liebe zur Fotografie und höchste Ansprüche an die Qualität der Bilder erkennen lassen.

Vier Fünftel des indonesischen Regenwaldes wurden bereits gerodet, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Sandra Hoyn zeigt in ihrer Arbeit »Displaced by Palm Oil: Indonesias last Orangutans« die Zerstörung des Regenwaldes auf Sumatra und die Folgen der massiven Abholzung für die artenreiche Tierwelt. Nominiert in der Kategorie Landschaft/Natur.

Vier Fünftel des indonesischen Regenwaldes wurden bereits gerodet, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Sandra Hoyn zeigt in ihrer Arbeit »Displaced by Palm Oil: Indonesias last Orangutans« die Zerstörung des Regenwaldes auf Sumatra und die Folgen der massiven Abholzung für die artenreiche Tierwelt. Nominiert in der Kategorie Landschaft/Natur. Foto: Sandra Hoyn

143 Arbeiten hatten es im Vorfeld bereits auf die Shortlist geschafft. Aus dieser Vorauswahl galt es, die Nominiertenliste zu erstellen. Während für die Vorauswahl noch jeder der fünf Experten allein geurteilt hatte, musste die Jury – bestehend aus Michael Dannenmann, Porträtfotograf; Ellen Dietrich, Ressortleiterin Foto der Zeit; Thomas Gerwers, Chefredakteur und Mitherausgeber von ProfiFoto; Gérard A. Goodrow, Dozent am CIAM und Norbert Waning, Kurator/Juror – nun gemeinsam über die insgesamt 30 Nominierten in den Kategorien Porträt, Landschaft/Natur, Architektur/Industrie, Fotojournalismus/Editorial, Freie/Konzeptionelle Fotografie sowie Beste Nachwuchsarbeit entscheiden.

Aus der Serie »The Buffalo that could not dream« – nominiert in der Kategorie Beste Nachwuchsarbeit.

Aus der Serie »The Buffalo that could not dream« – nominiert in der Kategorie Beste Nachwuchsarbeit. Foto: Felix von der Osten

Aus der Serie »Family Comes First – Großfamilienporträts in Bangalore, Indien« – nominiert in der Kategorie Porträt.

Aus der Serie »Family Comes First – Großfamilienporträts in Bangalore, Indien« – nominiert in der Kategorie Porträt. Foto: Nora Bibel

Unisono beurteilten die Juroren die Qualität der Einreichungen als sehr hoch. Insgesamt gab es 1.200 Einreichungen und mit 200 Teilnehmern am Nachwuchsförderpreis hat sich dort die Beteiligung im Vergleich zu 2013 verdoppelt. Die große Anzahl internationaler Arbeiten wurde als Bereicherung wahrgenommen. Immerhin sind 17 internationale Teilnehmer unter den 30 Nominierten. Michael Dannenmann stellte fest: »Das Niveau des Felix Schoeller Photo Awards wurde nochmals gesteigert. Die internationalen Einreichungen aus 65 Ländern lassen gut erkennen, dass die Weltfotografengemeinde auch in der Fotoauffassung immer stärker zusammenrückt.«

Die Preisverleihung findet vor der Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 27. September 2015 im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück statt. Bis zum 17. Januar 2016 werden die großformatigen Bilder der 30 nominierten Profifotografen in Osnabrück zu sehen sein.