16. Dezember bis 22. Dezember 2015

I Bed Rahat.

I Bed Rahat. Foto: Stefan Loeber

Stefan Loeber

Bedouin

Die Negevwüste in Israel ist Heimat von über 200.000 Beduinen. Trockene Erde, stille Landschaften. Das Leben dort ist wie ein Pulverfass: Hauszerstörungen, schlechte Bildung, Wut, starre Tradition, eine der höchsten Geburtenraten der Welt. In den letzen Jahren hat sich die politische und soziale Situation der Beduinen in Israel stark verschlechtert.

Etwa die Hälfte lebt in so genannten »unanerkannten Dörfern« in sehr einfachen Behausungen, auf dem Land der Groß- und Urgroßväter. Urkunden über Landbesitz werden entweder nicht anerkannt, oder sind oft nicht vorhanden. Deshalb erhalten diese Dörfer auch keinen öffentlichen Service und haben keine offizielle Existenzerlaubnis. Baugenehmigungen sind nicht zu bekommen, für viele ist ein Umzug in die Stadt trotzdem undenkbar. Hier ist der Unterschied zu den modernen israelischen Städten am höchsten.

I Bed Rahat, Sheiks.

I Bed Rahat, Sheiks. Foto: Stefan Loeber

Die ungeklärte Landfrage, wem Land gehört und wer Häuser bauen darf, und die daraus resultierenden Hauszerstörungen sind Nährboden für radikale Gedanken und religiöse Fanatiker; ein Problem, dessen Ausmaß selbst in Israel vielen Leuten unbekannt ist.

Mehr als zwei Monate lang war der Münchner Fotograf Stefan Loeber dort unterwegs – seine ausdrucksstarken Fotografien geben einen tiefen, unabhängigen Einblick in diese Lebenswelt. »Bedouin« ist jetzt im Kerber Verlag auch als Buch erschienen, welches während der Ausstellung zum Vorzugspreis erhältlich sein wird.

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Die Vernissage und Buchpräsentation findet am 16. Dezember 2015 ab 19 Uhr in Anwesenheit des Fotografen statt.

Kösk
Schrenkstraße 8, 80339 München/Westend

U4/U5 Haltestelle Schwanthalerhöhe, Tram Linien 18/19 Haltestelle Schrenkstraße

www.koesk-muenchen.de

Öffnungszeiten
17. Dezember bis 20. Dezember und 22. Dezember 2015 von 11–20 Uhr