24. März bis 16. Mai 2017

Aus der Serie »Blackbrook«.

Aus der Serie »Blackbrook«. Foto: Markus Bollen

Markus Bollen

Blackbrook

»Das, was ich nicht sehen kann, ist von unendlich größerer Bedeutung, als das, was ich sehen kann.« (Duane Michels)

Seit Jahrzehnten verwendet Markus Bollen verschiedene Großformatkameras mit extrem hoher Auflösung, um Strukturen in der Natur abzubilden. So ist es dem Fotografen möglich, selbst kleinste Details sichtbar zu machen. Seine Bilder sind das Finden von Harmonie in der Natur auch in komplizierten geometrischen Formen. Die oft kleinen Flächen, die er aufnimmt, wirken in der Vergrößerung wie Aufnahmen aus großer Höhe, erhalten eine ganz andere Dimension.

Mit 16 Jahren begann Markus Bollen Aphorismen zu sammeln, in Australien kam das Tao Te Ching von Lao Tse zu ihm und hat ihn seither immer begleitet. Während seiner fotografischen Ausbildung in Berlin begann er die Übung von Zazen, in seiner Zeit in China lernte er Aikido und vertiefte seine Kenntnisse vom Buddhismus. Die Beschäftigung mit dem Spirituellen nimmt einen wichtigen Platz in seinem Leben ein.

Aus der Serie »Blackbrook«.

Aus der Serie »Blackbrook«. Foto: Markus Bollen

Getreu eines Satzes aus dem Tao Te Ching: »Woher weiß ich, wie die Welt beschaffen ist? Durch Beobachten.« macht er genau dies – er beobachtet die Welt, die Harmonie und die Disharmonie. Seine Fotografien sind oft Meditationen, ein Erkennen der Ruhe und Ausgeglichenheit in der Natur, einer Ruhe, die er vor der Aufnahme in sich selbst gefunden haben muss, einer Ruhe und Kraft, die er über das Bild den Betrachtern vermitteln will.

Die Serie »Blackbrook« entstand nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in einem Trappisten-Kloster in England. Es sind Beobachtungen der Oberfläche eines Sees in der Nähe des Klosters. Bei der Fotografie der Spiegelungen und der langsam von der Strömung sich fort bewegenden Teile auf der Oberfläche kam eine neue Qualität des Loslassens hinzu. Während Markus Bollen seine Fotos sonst durch millimetergenaue Justage des Objektivs exakt kontrolliert, musste er bei diesen Aufnahmen einen Teil der Kontrolle abgeben.

Aus der Serie »Blackbrook«.

Aus der Serie »Blackbrook«. Foto: Markus Bollen

Die letzte Ausstellung der Ausstellungsreihe »Die Stilllegung der Zeit« in der schaelpic photokunstbar, die sich mit fotografischen Positionen zum Phänomen Zeit auseinandersetzt, wird am Freitag, den 24. März 2017, um 19.30 Uhr eröffnet.

Am Freitag, den 5. Mai 2017 um 19:30 Uhr wird die Leiterin von philosophiekunst e.V. Köln, Eva Degenhardt, in einem Künstlergespräch die spirituelle Basis der Photographie von Markus Bollen ausloten und über die Gute Nachricht, Tao Te Ching, I Ging, ZaZen und Buddhismus sprechen.

Markus Bollen
Blackbrook
24. März bis 16. Mai 2017

Kunstraum schaelpic photokunstbar
Schanzenstraße 27, 51063 Köln

Merken