11. November bis 8. Dezember 2016

»Das Leben der Menschen zu erleichtern – das ist mein Mosaiksteinchen in einem großen Bild aus vielen bunten Steinchen. Vielleicht bin ich das, was ein großes Bild komplett macht. Aber ein ganz kleines Steinchen nur.« – Friede Springer.

»Das Leben der Menschen zu erleichtern – das ist mein Mosaiksteinchen in einem großen Bild aus vielen bunten Steinchen. Vielleicht bin ich das, was ein großes Bild komplett macht. Aber ein ganz kleines Steinchen nur.« – Friede Springer. Foto: Bettina Flitner/Initiative »Mein Erbe tut Gutes«

Bettina Flitner

Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage »Was bleibt?«

Was bleibt von einem Leben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Diese Frage betrifft uns alle irgendwann – darüber zu sprechen, ist oft jedoch noch immer ein Tabu. Die Fotografin Bettina Flitner porträtierte elf bekannte Persönlichkeiten, die sich auf diese Frage mit großer Offenheit eingelassen haben: Egon Bahr, Günter Grass, Margot Käßmann, Dieter Mann, Ulf Merbold, Reinhold Messner, Christiane Nüsslein-Volhard, Anne-Sophie Mutter, Friede Springer, Richard von Weizsäcker und Wim Wenders.

Entstanden sind großformatige Fotoarbeiten, für Flitner charakteristisch ergänzt mit persönlichen Zitaten, die nun vom 11. November bis 8. Dezember 2016 in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung in Köln zu sehen sind. Besucher können die Porträtierten dort auch in feinfühligen Kurzfilmen erleben sowie per Audioguide in Textausschnitten aus den Gesprächen, die Flitner mit ihnen geführt hat.

Bettina Flitner versteht es, ihre Protagonisten auf einfühlsame Weise für sich zu gewinnen. So gelingt es, einen neuen Blick auf bekannte Persönlichkeiten zu richten. Ihre Bilder vermitteln eine ganz eigene Stimmung voller Zwischentöne. Sie offenbaren Vergänglichkeit, Verletzlichkeit, Klugheit, Witz, Lebenslust. Die ergänzenden Kurzfilme eröffnen eine zusätzliche Facette.

Wim Wenders. Aus der Ausstellung: »Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage ›Was bleibt?‹«

»Ich habe die Theorie, dass in jedem Foto, auch in jedem Film, sein Gegenschuss enthalten ist. Wenn man ein Bild macht, bildet man sich damit auch selbst ab. Auch mich kann man an meinen Bildern durchaus erkennen.« – Wim Wenders. Foto: Bettina Flitner/Initiative »Mein Erbe tut Gutes«

»Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.« Dieses Martin Luther zugeschriebene Zitat steht Pate für den Titel der Ausstellung der Initiative »Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum«. Kein wehmütiger Blick zurück, nicht Trauer oder Trübsal: »Das Prinzip Apfelbaum« ist ein Bekenntnis für das Leben – und darüber hinaus.

Die im Herbst 2013 gegründete Initiative ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen und Stiftungen. Gemeinsames Anliegen ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein zu rücken und das Prinzip einer breiten Öffentlichkeit als Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung näherzubringen.

Alle Fotos, Filme und Auszüge aus den Gesprächen sowie Informationen zu dem parallel zur Ausstellung erscheinenden Buch finden sich hier.

Bettina Flitner
Das Prinzip Apfelbaum. 11 Persönlichkeiten zur Frage »Was bleibt?«
11. November bis 8. Dezember 2016

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung
Wormser Straße 23, 50677 Köln
www.michael-horbach-stiftung.de

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 15.30 bis 18.30 Uhr
Samstag und Sonntag 11 bis 14 Uhr
Eintritt und Audioguide frei