Dr.-Erich-Salomon-Preis 2012

Aus der Serie »The Raw and the Cooked«, 2011.

Aus der Serie »The Raw and the Cooked«, 2011. Foto: Peter Bialobrzeski

DGPh-Auszeichnung für Peter Bialobrzeski

FREELENS gratuliert Peter Bialobrzeski zur Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh). Der seit 1971 alljährlich für vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, dem der moderne Bildjournalismus seit der Weimarer Republik starke Anregungen verdankt. Die Preisverleihung findet im September im Umfeld der Photokina statt.

Aus der Serie »The Raw and the Cooked«, 2011.

Aus der Serie »The Raw and the Cooked«, 2011. Foto: Peter Bialobrzeski

In der Pressemitteilung der DGPh heißt es: »Mit dem 1961 in Wolfsburg geborenen Peter Bialobrzeski ehrt die DGPh einen der profiliertesten und engagiertesten deutschen Photographen, der seit fast 20 Jahren beharrlich die Welt mit der Kamera beschreibt und interpretiert. Zugleich gilt die Ehrung auch einem einflussreichen Photolehrer und Autor, der stets die theoretische Auseinandersetzung mit dem Medium Photographie gesucht und auch hier wesentliche Akzente gesetzt hat. […]

Peter Bialobrzeski lebt in Hamburg und arbeitet rund um die Welt an seinen zahlreichen Projekten, in deren Mittelpunkt die Globalisierung der Urbanisierung steht. Dabei ist ihm gesellschaftliche Relevanz genauso wichtig wie die ästhetische Verführung. Seine überwältigenden Bildfindungen einer sich rasant verändernden Welt faszinieren und verstören zugleich. […]

Auch wenn Menschen auf seinen Bildern nur selten zu sehen sind, so geht es doch immer um sie. Um die Art, wie sie leben und wie sie die Welt verändern oder die Welt sie verändert. Dabei weist der Photograph ein aus seiner Sicht nicht einlösbares missionarisches Versprechen von sich und sieht sich eher als Archivar in einer Ära der ständigen Veränderung. Er ist daran interessiert, wie die Dinge von heute als Vergangenheit aussehen, will sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst ein Bild machen, die Deutung jedoch dem Betrachter überlassen. Hier steht er in der Tradition eines Walker Evans, zu dem er Bezüge sieht oder Bernd und Hilla Becher, von denen er sich aber in seiner photographischen Pracht und künstlerischen Intendierung deutlich abgrenzt. Zu Recht verweist Bialobrzeski darauf, dass Authentizität von Photographie immer nur bildimmanent sein kann.«

Mehr Informationen: www.dgph.de

Und hier geht’s direkt zum Fotografen Peter Bialobrzeski: www.bialobrzeski.de