22. Juni bis 16. Juli 2017

Aus der Arbeit »Auroville«.

Aus der Arbeit »Auroville«. Foto: David Klammer

f2 – Fotofestival Dortmund

Der Depot e.V. hat in Zusammenarbeit mit FREELENS das neue »f2 – Fotofestival für zeitgenössische Fotografie« ins Leben gerufen. Das Festival findet vom 22. Juni bis 16. Juli 2017 in Dortmund statt und bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Ausstellungen, Vorträgen, Workshops, Filmen und Führungen.

An acht Ausstellungsorten werden zeitgenössische Arbeiten von mehr als 60 renommierten und teils noch unbekannten Künstler*innen gezeigt, die sich, real und fiktiv, mit der heutigen Gesellschaft auseinandersetzen. Alle Ausstellungen widmen sich dabei dem Thema »Grenzen« – diskutiert anhand dokumentarischer und künstlerischer Arbeiten. Was sind Grenzen? Brauchen wir Grenzen?

Aus der Arbeit »Suna no shiro – Schloss aus Sand«.

Aus der Arbeit »Suna no shiro – Schloss aus Sand«. Foto: Kiên Hoàng Lê/Agentur FOCUS

Der Philosoph Konrad Paul Liessmann sagt: »Wörtlich könnte man Definition mit Abgrenzung übersetzen. Jeder, der einen Begriff definiert, begrenzt seinen Inhalt, und das müssen wir tun, damit wir uns einerseits als Menschen verständigen und uns andererseits die Welt begreiflich machen können. Der Mensch kann gar nicht anders, als überall Grenzen zu setzen.« Grenzen trennen Welten – räumlich und zeitlich, sozial und kulturell. Sie bieten Berührungspunkte, Zonen der Überquerung und der Überwindung von Trennendem.

Jeder Ausstellungsort präsentiert einen eigenen Zugang zu diesem Thema und zeigt unterschiedliche Herangehensweisen der Fotografie: künstlerische, dokumentarische und fotojournalistische Arbeiten, inszenierte und experimentelle Fotografie. Das Spektrum reicht von den »Grenzen des Wachstums«, bezogen auf die Ausbeutung von Umwelt und Natur, bis hin zu den »Grenzen des Mediums der Fotografie selbst«.

Aus der Arbeit »Escaping Death«.

Aus der Arbeit »Escaping Death«. Foto: Felix Kleymann

Beteiligte Künstler*innen: Evgenia Arbugaeva, Stéphanie Buret, Barbara Dombrowski, Julian Faulhaber, David Klammer, Katrin Koenning, Kiên Hoàng Lê, Simon Norfolk, Anders Petersen, Pablo Piovano, Jorge Panchoaga, Kathrin Tschirner, Christian Werner u.a.

Am 1. und 2. Juli 2017 bietet das Festival ein umfangreiches Vortragsprogramm. Fotograf*innen berichten von ihrer Arbeit und ihren Projekten: Esther Haase, Robert Knoth, Uwe H. Martin, Cristina de Middel, Tom Nagy, Alice Smeets u.a.

Aus der Arbeit »An jedem Sonntag – Kreisligafußball in Deutschland«.

Aus der Arbeit »An jedem Sonntag – Kreisligafußball in Deutschland«. Foto: Christian A. Werner

Darüber hinaus bietet das Festival Workshops an, u.a. mit Dr. Martina Mettner (»Erfolg als Fotograf*in: Neue Wege zu mehr Anerkennung und Aufträgen«) und Kristin Dittrich (»Curating Photography«). Filme, Führungen, Party, Buchsalon und geführte Radtouren runden das Rahmenprogramm des Festivals ab, das auch eine Plattform zum Austausch und Netzwerken bietet.

Die Eröffnung des Festivals ist am 22. Juni 2017 im Festivalzentrum Depot. Schirmherr ist Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Alle Informationen und das detaillierte Festivalprogramm finden Sie unter www.f2-fotofestival.de.