Crowdfunding

Blick vom Drirapuk Kloster auf ein Pilgercamp.

Blick vom Drirapuk Kloster auf ein Pilgercamp. Foto: Samuel Zuder

Samuel Zuder

Face to Faith | Mount Kailash | Tibet

Die vier Religionen der Hindus, Buddhisten, Jainas und Boen verehren den weit entlegenen Mount Kailash nicht nur als heiligen Berg – sie betrachten ihn als Ursprung unseres Universums, als Nabel der Welt. 2012 fotografierte FREELENS Mitglied Samuel Zuder über mehrere Wochen im Kailash-Gebiet. Mit einer analogen Großbild-Kamera portraitierte er die Pilger am heiligen Berg Kailash und dokumentierte die beeindruckende Landschaft in diesem nur schwer zugänglichen, von der chinesischen Regierung weitestgehend abgeriegelten Gebiet. Im Oktober 2016 soll nun der Bildband »FACE TO FAITH | MOUNT KAILASH | TIBET« erscheinen, für das Samuel Zuder eine Crowdfunding-Kampagne gestartet hat.

Yei Shi Gyle Tsen (35 Jahre) aus Shikatse hat den heiligen Mount Kailash auf der Kora, dem 54 Kilometer langen Pfad, bereits 12 Mal umrundet.

Yeshe Gyaltsen (35 Jahre) aus Shikatse hat den heiligen Mount Kailash auf der 54 Kilometer langen Kora bereits 12 Mal umrundet. Foto: Samuel Zuder

Der Mount Kailash ist einer der seltenen unbetretenen Orte unserer Erde. Die Pilger nähern sich ihm in Ehrfurcht und umrunden den Berg auf einem 54 Kilometer langen Pfad, der Kora, im festen Glauben an die Kraft, die vom Mount Kailash ausgehen soll. Mit dem gleichen Respekt wollte Zuder den Pilgern und dem für sie so bedeutenden Ort auch fotografisch begegnen. Es ist eine Serie ikonischer Portraits entstanden, die zugleich das Typische wie auch Individuelle in der Erscheinung der Kailash-Pilger hervorhebt. Wir schauen einerseits in Gesichter der Demut, Bescheidenheit und Eitellosigkeit, erkennen andererseits aber auch selbstbewusste, eigenständige Persönlichkeiten, ausgestattet mit einem ausgeprägten Stilbewusstsein.

Pilger im Lha Chu Tal (4710 Meter).

Pilger im Lha Chu Tal (4710 Meter). Foto: Samuel Zuder

Die Landschaftsbilder sind Metaphern für die Begegnung des menschlichen mit dem göttlichen Aspekt, die diesem Ort seine besondere Bedeutung verleiht. Überall finden sich Zeichen des Irdischen. Hütten, Zelte, Häuser, Wege, Fahrzeuge, Pferde, Yaks und nicht zuletzt die ameisenkleinen Gestalten auf ihrer Runde um den heiligen Berg. In den Landschaftsfotos scheint sich der Mount Kailash in Licht, Nebel, Dunst und Wolken aufzulösen. Also genau an der Stelle dieses mystischen Ortes, wo manche Pilger auch den Sitz ihrer Götter vermuten und andere wiederum nicht weniger als den Ursprung des gesamten Universums.

Hier geht’s zur Kickstarter-Kampagne, über die das Projekt noch bis zum 6. August 2016 unterstützt werden kann.