14. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

Auf den großen Ebenen aus dunklem Vulkansand an der Südküste Islands findet man solche unwirklich anmutenden intensiv orange gefärbten Wasserlandschaften. Sie entstehen überall dort, wo sich eisenschüssiges Moorwasser kurz vor seiner Mündung ins Meer flächig ausbreiten kann. Landeyjarsander, Island.

Auf den großen Ebenen aus dunklem Vulkansand an der Südküste Islands findet man solche unwirklich anmutenden intensiv orange gefärbten Wasserlandschaften. Sie entstehen überall dort, wo sich eisenschüssiges Moorwasser kurz vor seiner Mündung ins Meer flächig ausbreiten kann. Landeyjarsander, Island. Foto: Bernhard Edmaier

Bernhard Edmaier

Farben der Erde

Die Fotoausstellung »Farben der Erde« präsentiert das erstaunliche Farbenspektrum, welches die Erdoberfläche zu bieten hat: Das Blau des Wassers und des Eises, die vielen Grünvariationen der Vegetation, die unzähligen Gelb-, Orange-, Rot- und Braunschattierungen von Fels und Wüstensand, das Grau und Weiß von Gletschern. All diese Farben sind allein durch natürliche Prozesse wie Verwitterung und Erosion, durch vulkanische und gebirgsbildende Kräfte entstanden.

Die Ausstellung umfasst 50 großformatige, quadratische Fotografien – 95 Prozent davon Luftbilder, aufgenommen in den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Sie ist in fünf Farb-Sektionen unterteilt, in Blau, Grün-Gelb, Rot-Orange, Braun und Weiß-Grau-Schwarz. Die Aufnahmen zeigen keine Landschaften im herkömmlichen Sinn. Denn Bernhard Edmaier blendet den Horizont aus und fokussiert den Blick des Betrachters dadurch eben auf die Farbgebung eines Landstrichs, einer Gebirgsregion, einer Wüste, eines Flusstales oder eines Küstenabschnitts. Seine Intention: »Farben der Erde sprechen nicht nur unsere Sinne an, sondern sie erzählen auch etwas über die Beschaffenheit und die Entstehungsgeschichte der Oberfläche unseres Planeten, der Erdkruste, des Bodens unter unseren Füßen.« Edmaiers Partnerin, die Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl, hat die Begleittexte dazu verfasst, mit ausführlichen geografischen und geologischen Informationen. Die Kunstpädagogin Ines Auerbach unterstützte die Bildauswahl.

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 13. Oktober 2016 um 18 Uhr im Lilienthal-Saal der Flugwerft Schließheim in Anwesenheit von Bernhard Edmaier und Angelika Jung-Hüttl.

Mangroven am Ufer und Algen im Wasser bringen verschiedene Grüntöne in die kahle Schwemmebene des Alligator-River. Im Fluss grenzt von Algen dunkelgrün gefärbtes Wasser an das mit Schwebstoffen beladene, helle Wasser, das Nebenarme ins Flussbett spülen. Die unterschiedliche Dichte verhindert, dass sie sich sofort vermischen. Alligator River, Australien.

Mangroven am Ufer und Algen im Wasser bringen verschiedene Grüntöne in die kahle Schwemmebene des Alligator-River. Im Fluss grenzt von Algen dunkelgrün gefärbtes Wasser an das mit Schwebstoffen beladene, helle Wasser, das Nebenarme ins Flussbett spülen. Die unterschiedliche Dichte verhindert, dass sie sich sofort vermischen. Alligator River, Australien. Foto: Bernhard Edmaier

Bernhard Edmaier, geboren 1957, ist Fotograf und Geologe, der sich in den letzten 20 Jahren mit seinen oft abstrakt anmutenden Aufnahmen von der Erdoberfläche international einen Namen gemacht hat. Sein Wissen um die Entstehung der Erde und die geologischen Prozesse, die sie ständig verändern, bilden die Basis seiner fotografischen Arbeit. Mehrmals im Jahr reist er für seine Fotoprojekte in abgelegene, vom Menschen kaum oder nicht berührte Gegenden der Welt. Dabei begleitet ihn seine Lebensgefährtin, die Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl. Sie entwickelt mit ihm zusammen Buch- und Ausstellungskonzepte und verfasst die Texte dazu. www.bernhardedmaier.de

Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim
Effnerstraße 18
85764 Oberschleißheim
www.deutsches-museum.de/flugwerft

Öffnungszeiten
täglich 9 bis 17 Uhr

Führungen durch die Sonderausstellung »Farben der Erde« mit der Wissenschaftspublizistin Dr. Angelika Jung-Hüttl am Sonntag, den 13. November 2016 und Sonntag, den 4. Dezember 2016 jeweils um 15 Uhr.