Lumix Festival

Ruth Eichhorn (GEO) und Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten (rechts im Bild) überreichen Meeri Koutaniemi den FREELENS Award 2014 beim 4. Lumix Festival.

Ruth Eichhorn (GEO) und Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten (rechts im Bild) überreichen Meeri Koutaniemi den FREELENS Award 2014 beim 4. Lumix Festival. Foto: Wilma Leskowitsch/HS Hannover

FREELENS Award 2014

35.000 Festival-Besucher und nicht nur eine strahlende Preisträgerin

Am Sonnabend, 21. Juni, um 23.00 Uhr wurden bei der Abschlussfeier auf dem Expo-Gelände die Preisträger des 4. Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus bekannt gegeben: Die Gewinnerin des diesjährigen FREELENS Award ist die finnische Fotografin Meeri Koutaniemi mit ihrer Reportage »Taken« über die Beschneidung von Mädchen in Kenia. Die 26-Jährige erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis.

Die drei ehrenvollen Erwähnungen mit je 1.000 Euro gingen an Andrea Gjestvang (33), eine Norwegerin, die in Berlin lebt für ihre Porträtserie »One Day in History«, Mads Nissen (34) aus Dänemark für die Reportage »Homophobia in Russia« und Rahul Talukder aus Bangladesch (22) und seine Geschichte »Collapse of Rana Plaza«.

Aus rund 1.200 Bewerbungen waren die 60 Reportagen ausgewählt worden, die über 35.000 Besucher fünf Tage lang auf dem Expo-Gelände in Hannover betrachten und bewundern konnten. »Wir freuen uns sehr, dass trotz wechselhaften Wetters die Besucherzahlen des letzten Lumix Festivals übertroffen werden konnten«, so Rolf Nobel, Festivalleiter und Fotografie-Professor an der Hochschule Hannover.

Ragnar Axelsson während seines Vortrags auf dem Lumix-Festival.

Ragnar Axelsson während seines Vortrags auf dem Lumix-Festival. Foto: China Hopson/HS Hannover


Den zweiten Hauptpreis, den Lumix Multimedia Award und somit ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro teilen sich zwei Fotografen: Patrick Slesiona (22), Student der Hochschule Hannover, mit seiner Produktion »Zwei Seiten – Leben mit der unverzeihlichen Tat« (die in Zusammenarbeit mit Marcel Wogram und Christian Werner entstand) und der Amerikaner Christopher Capozziello (34) mit seiner Multimedia-Reportage »A State of Mind«. Die beiden setzten sich gegen 18 andere Multimedia-Produktionen durch, die für das 4. Lumix Festival aus rund 200 Bewerbungen ausgewählt worden waren.

Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des Festivals der Lammerhuber Photography Award verliehen, gestiftet von dem österreichischen Fotografen und Verleger Lois Lammerhuber. Den Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, erhielt Fara Phoebe Zetzsche (29), Absolventin der Hochschule Hannover für ihre Reportage »Stray Kids« über Straßenkinder in Berlin.

Konrad Lippert zeigt den interessierten Besuchern seine Ausstellung »They call it trouble«.

Konrad Lippert zeigt den interessierten Besuchern seine Ausstellung »They call it trouble«. Foto: Philipp Sann/HS Hannover


Mit dem Award wird diejenige Reportage ausgezeichnet, die auf eindrucksvollste Weise eine Alltagsgeschichte erzählt. Der Lammerhuber Photography Award unterstreicht die Philosophie des Lumix Festivals, dass die Auseinandersetzung mit allen Facetten des Lebens die Aufgabe eines humanistisch ausgerichteten Fotojournalismus ist.

Den Publikumspreis der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), der mit 1.000 Euro dotiert ist, ging an Andrea Gjestvang für ihre Arbeit »One Day in History«.

Eine sechsköpfige Jury entschied über die Vergabe des FREELENS Award,  des Lammerhuber Photography Award und der drei ehrenvollen Erwähnungen: Ruth Eichhorn (GEO), Christian Pohlert (F.A.Z.), Peter Bitzer (laif), Søren Pagter (Danish School of Media and Journalism, Aarhus) und Bertram Solcher (FREELENS) sowie Barbara Stauss (mare).

Die »anderen« Gewinner: Ohne die monatelange Vorarbeit und den großartigen Einsatz der Fotostudenten würde es dieses Festival nicht geben.

Die »anderen« Gewinner: Ohne die monatelange Vorarbeit und den großartigen Einsatz der Fotostudenten würde es dieses Festival nicht geben. Foto: Felix Zahn/HS Hannover