Nachruf

Horst Faas im Head-Office von Associated Press in London, 1999.

Horst Faas im Head-Office von Associated Press in London, 1999. Foto: Lutz Fischmann

Horst Faas verstorben

Der deutsche Fotograf und zweifache Pulitzerpreisträger Horst Faas ist tot. Er starb am gestrigen Donnerstag, 10. Mai 2012, im Alter von 79 Jahren in München. Berühmt wurde Horst Faas vor allem durch seine Fotos aus dem Vietnamkrieg, den er von 1962 bis 1974 begleitete. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit zwei Pulitzer-Preisen, der Robert Capa Gold Medal, dem Robert Capa Award und zuletzt dem Erich Salomon Preis der DGPh.

Horst Faas arbeitete über 50 Jahre für die Nachrichtenagentur AP – sowohl als Fotograf als auch als Bildredakteur.

Nach seiner Fotografentätiglkeit gab Faas mehre Bücher heraus, darunter  »Lost Over Laos«, in dem ein Hubschrauberabsturz in Laos am 10. Februar 1971 und der dabei ums Leben gekommenen Fotografen Larry Burrows, Henri Huet, Kent Potter und Keisaburo Shimamoto aufgearbeitet wurden. Mit Tim Page zusammen veröffentlichte er das Buch »Requiem«, das den getöteten vietnamesischen und amerikanischen Fotografen gewidmet ist.

Hortst Faas setzte auch die Verbreitung des berühmten Fotos von Nick Ut im Juni 1972 durch, das die vor einem Napalmangriff fliehende neunjährige Kim Phuc zeigt. Das Bild ging um die Welt, wurde zu der Ikone des Vietnamkrieges und des Protestes dagegen und brachte Nick Ut ebenfalls einen Pulitzerpreis ein.