Schwerpunktthema

Neuer Lesestoff zum Thema Social Media. Illustration: FREELENS unter Verwendung von Vektordateien von Pure Solution/Fotolia

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Social Media für Fotograf*innen

Ins Netz gegangen #02: Linktipps zu Social Media

TEXT – SUSANNE KRIEG

Linkliste, die Zweite: Pünktlich zum Wochenende haben wir für euch wieder fünf Geschichten aus dem Netz gefischt. Als »Starter« servieren wir einen Twitter-Bot, der Spenden an Naziseiten überwacht. Weiter geht es mit Instagram-Fotografie der anderen Art, garniert mit den Social-Media-Aktivitäten von Cindy Sherman und einem exklusiven YouTuber-Gipfel mit der Kanzlerin. Zum Nachtisch wird’s historisch: mit einem Blick auf die Geschichte der Plattform Indymedia, deren Subdomain »linksunten« erst kürzlich verboten wurde. Viel Spaß!

1. Dieser Twitter-Bot überwacht Bitcoin-Spenden an Naziseiten

Rechtsextremen den Geldhahn zudrehen: das ist erklärtes Ziel des amerikanischen Sicherheitsberaters John Bambenek. Und darum hat er einen Bot programmiert, der die Spendenaktivitäten auf Neonnaziseiten überwacht und auf Twitter vermeldet. Liebe Coder, gibt’s das bitte auch bald für Deutschland?

2. Instakwer #18

Eher zum Gucken als zum Lesen ist die Rubrik »Instakwer« auf dem Fotografie-Blog Kwerfeldein, in der regelmäßig außergewöhnliche Instagram-Fotografie vorgestellt wird und an der sich jeder unter dem Hashtag #instakwer beteiligen kann. Die aktuelle Auswahl, kuratiert von Tabea Borchardt, konzentriert sich auf »Fantastisches und Surreales« – unbedingt anschauen!

3. Cindy Sherman ist jetzt auch auf Instagram

Kreisch! Als die Queen des Selbstporträts kürzlich ihren Instagram-Account von privat auf öffentlich stellte, löste das einen spitzen Aufschrei in der Kunstwelt aus. »Is Cindy Sherman using Instagram to make new work?«, fragt man sich nun allerorts. Anika Meier hat sich für ihren Monopol-Blog durch Shermans Galerie gescrollt und sinniert darüber, ob die »Ausflipperei« gerechtfertigt ist.

4. Sie strengt sich nicht mal an

Sie hat es wieder getan. Denn auch Angela Merkel weiß: Wahlkämpfe werden heutzutage überwiegend in der Social-Media-Welt ausgetragen. Nachdem sie sich vor zwei Jahren bereits vom YouTube-Star LeFloid interviewen lassen hatte, bekamen am 16. August vier weitere YouTuber die Chance. Interessant: Es soll dabei keine inhaltlichen Vorgaben gegeben haben – ganz anders als z.B. beim bevorstehenden »TV-Duell« mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der sich übrigens nun am 5. September ebenfalls von Influencern live befragen lassen will. Zeit Campus fasst das über einstündige YouTube-Gipfeltreffen in einem Web-Beitrag zusammen. Achtung, Spoiler! Als die Beauty-YouTuberin Ischtar Isik am Ende sagt, das sei ihr erstes Interview gewesen, entgegnet Merkel: »Ach, sonst machen Sie nur Selbstdarstellung?«…

5. Die Geschichte von Indymedia

Infolge der G20-Proteste verbot das Bundesinnenministerium vor gut einer Woche überraschend das unabhängige Internetportal »linksunten.indymedia.org«. Simon Rebiger von netzpolitik.org nimmt dies zum Anlass, einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Plattform Indymedia zu geben und erklärt, warum auch Polizisten diesen Vorreiter des Bürgerjournalismus in der Vergangenheit durchaus zu schätzen wussten.


Susanne Krieg
Journalistin mit einer Leidenschaft für multimediale Inhalte. Nach über zehn Jahren als GEO-Redakteurin arbeitet die inzwischen zertifizierte Social-Media-Managerin als Texterin und Dozentin für crossmediale Themen.
www.susanne-krieg.de