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Aus der Serie »Transnistria«, veröffentlich im FOG Magazin, 2015.

Aus der Serie »Transnistria«, veröffentlich im FOG Magazin, 2015. Foto: Emile Ducke

n-ost-Reportagepreis 2016

Neun Reportagen nominiert

Von Steinpilzen, gekauften Bräuten und einem Familienausflug in die belarussische Provinz. Die Finalisten für den n-ost-Reportagepreis 2016 stehen fest – darunter die beiden FREELENS Mitglieder Emile Ducke und Pepa Hristova. Aus insgesamt 152 Einreichungen haben die Juroren die neun Nominierten in den drei Kategorien Foto, Text und Radio gekürt. Die Reportagen erzählen von Flüchtlingen auf der Balkanroute, vom Bosnienkrieg und dem Geschäft mit südosteuropäischen Leiharbeitern. Sie werfen ihre Schlaglichter auf die Ukraine, auf Transnistrien, Belarus, Rumänien, Russland und Bulgarien.

Mit dem n-ost-Reportagepreis zeichnet das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung 2016 zum zehnten Mal Journalisten aus, die außergewöhnliche und hintergründige Geschichten aus Osteuropa erzählen – lebendig und jenseits erwartbarer Klischees. Prämiert werden inhaltlich und formal herausragende Reportagen aus Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, die 2015 in deutschsprachigen Medien erschienen sind. Der Preis wird in den drei Kategorien je ein Mal vergeben und ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Die Nominierten der Kategorie Fotoreportage sind:
Emile Ducke – Transnistria, FOG Magazin
Pepa Hristova – The Bartered Bride, Süddeutsche Zeitung (unter dem Titel »Brautschau«)
Niels Ackermann – Julia oder eine ukrainische Jugend, Das Magazin

Die Nominierten der Kategorie Textreportage sind:
Christoph Cadenbach – Guter Stiel, Süddeutsche Zeitung Magazin
Michael Martens – Osamas Leute, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Tim Neshitov – Das Dorf, Süddeutsche Zeitung

Die Nominierten der Kategorie Radioreportage sind:
Dominik Bretsch – Abzocke im Schatten der Freizügigkeit. Über mafiöse Geschäfte mit Leiharbeitern in der EU, SWR 2/WDR 5
Christoph Goldmann und Leif Karpe – Der Familienausflug oder KalteTage in Pinsk. Die wahre Geschichte der Lila Binenstzok, DLF
Mechthild Müser – Jede Nacht haben sie andere geholt. Vergewaltigung als Kriegsstrategie, WDR 5/DKultur/BR

Die diesjährigen Gewinner werden bei der Preisverleihung am Donnerstagabend, den 23. Juni 2016 bekanntgegeben.