Crowdfunding

Neue Sicht auf Charlottenburg. Passanten am Bahnhof Zoo, Berlin, 2013.

Neue Sicht auf Charlottenburg. Passanten am Bahnhof Zoo, Berlin, 2013. Foto: Espen Eichhöfer/Ostkreuz

Espen Eichhöfer

Street Photography muss weiterhin möglich sein!

Die Street Photography ist eine Kunstform, die fast so alt ist wie die Fotografie selbst. Künstler wie Henri Cartier-Bresson, Robert Frank, Garry Winogrand oder Philip-Lorca diCorcia haben die Geschichte der Fotografie durch ihre Arbeiten geprägt. Ihre Bilder sind Teil des kollektiven Bildgedächtnisses.

Der Fotograf Espen Eichhöfer wurde verklagt, weil er die Aufnahme einer Passantin im Rahmen einer Ausstellung gezeigt hat – also im Kunstkontext.

In der ersten Instanz hat das Landgericht Berlin festgestellt, dass die Schmerzensgeldansprüche der Klägerin unbegründet sind. Jedoch habe Espen Eichhöfer, so das Gericht, die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Frau verletzt. Nun sind sowohl die Klägerin als auch der Fotograf in Berufung gegangen.

Die Klägerin will in der zweiten Gerichtsinstanz feststellen lassen, dass ihr doch ein Schmerzensgeld zusteht – der beklagte Fotograf wiederum, dass er die Persönlichkeitsrechte der Frau nicht verletzt hat.

Es geht vor allem auch darum, höchstrichterlich feststellen zu lassen, ob es in Deutschland künftig möglich sein wird, im öffentlichen Raum Menschen im künstlerischen Kontext zu fotografieren und diese Bilder auszustellen. Also um nichts Geringeres als die Freiheit der Kunst.

Die juristischen Voraussetzungen sind sehr alt – sie stammen von 1907 –, unscharf und bedürfen dringend einer aktuellen Definition. Es geht um nicht weniger als ein Grundsatzurteil für die Street Photography. Espen Eichhöfer ist bereit, für die Klärung dieser grundsätzlichen Frage durch alle Instanzen zu gehen.

Der Ausgang dieses Prozesses geht alle Menschen an, die an Fotografie interessiert sind – seien es Fotografen, Kuratoren, Bildredakteure, Sammler usw. Für alle steht auf dem Spiel, ob es in Zukunft noch möglich sein wird, durch Fotos etwas über den Zustand unserer Gesellschaft zu erfahren.

Prozesse sind teuer. Dieser wird, sollte er durch alle Instanzen gehen, ca. 13.500,– Euro verschlingen. Diese Summe kann der Fotograf nicht alleine aufbringen.

Deshalb: Unterstützen Sie Espen Eichhöfer und die Fotografie hier – jeder Betrag zählt: www.startnext.com/streetphotography

Sollte die Summe zusammen kommen und letztendlich nicht oder nicht vollständig benötigt werden, sichert Espen Eichhöfer zu, ein Symposium zum Thema Street Photography zu veranstalten.

www.startnext.com/streetphotography
www.espen-eichhoefer.de