7. April bis 29. April 2016

Bibel von Vincent, 33, aus Nigeria. Stationen seiner Flucht: Nigeria, Elfenbeinküste, Libyen, Italien, Deutschland.

Bibel von Vincent, 33, aus Nigeria. Stationen seiner Flucht: Nigeria, Elfenbeinküste, Libyen, Italien, Deutschland. Foto: Dagmar Gester

Dagmar Gester

Was bleibt. Fluchtgepäck.

Meine Geschichte, deine Geschichte, unsere Geschichte – es geht immer um menschliche Schicksale, wenn wir über Migration reden. Was kann künstlerische Fotografie zeigen und wie kann ein guter Dialog mit dem Publikum entstehen?

Die Berliner Fotografin Dagmar Gester zeigt in ihrer Ausstellung »Was bleibt. Fluchtgepäck.« fotografische Stillleben von Dingen, die Menschen auf ihrer Flucht mitgenommen haben.

Stofflöwe von Sidra al Saghier, 11, aus Palästina. Stationen ihrer Flucht: Syrien, Libanon, Deutschland.

Stofflöwe von Sidra al Saghier, 11, aus Palästina. Stationen ihrer Flucht: Syrien, Libanon, Deutschland. Foto: Dagmar Gester

Bei der Umsetzung wählte sie die konsequente Reduzierung auf das Essentielle des Heimat- und Identitätsverlusts und fokussiert auf das, was bleibt: das Fluchtgepäck. Die Fotografien zeigen personalisierte Objekte, die mannigfaltige Assoziationsräume zulassen. Sie eröffnen der Betrachterin und dem Betrachter Denkräume und erlauben Anknüpfungspunkte zu eigenen Familienerzählungen. Die Besitzerinnen und Besitzer der Dinge sind zwar visuell nicht präsent, doch werden sie durch die Beschriftungen wieder mit ins Bild geholt.

Künstlergespräch mit Dagmar Gester am Donnerstag, 7. April 2016 um 16 Uhr, anschließend Vernissage ab 19 Uhr mit einem orientalisches Buffet von Mourad Ben Ameur.

Galerie Caffè Degli Artisti
Fidicinstraße 44, 10965 Berlin

www.facebook.com/events/982141938507453/

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 8–20 Uhr,
Samstag 10–20 Uhr