Street Photography

Die Debatte um die Fotofreiheit geht jeden an, der eine Kamera in der Tasche hat – und sei es nur die im Smartphone.

Die Debatte um die Fotofreiheit geht jeden an, der eine Kamera in der Tasche hat – und sei es nur die im Smartphone. Foto: FREELENS

Hendrik Wieduwilt

Fotos brauchen Freiheit

Die Fotografie ist ein Kristallisationspunkt, an dem sich die tief greifenden technologischen wie gesellschaftlichen Veränderungen überdeutlich zeigen. Das macht sie zum Ausgangspunkt aber auch zum Ziel gewandelter Wertvorstellungen und damit auch der Rechtspolitik – aus Zeitgeist wird Politik, Politik gerinnt zu Gesetzen. Es ist daher höchste Zeit, dass Fotografen ihren Standpunkt in der Debatte einnehmen. Der technologische Fortschritt macht die einen mächtig, die anderen ängstlich: Praktisch jeder kann sich inzwischen eine Kamera leisten, mit der professionelle Bilder erzeugt werden können. Selbst Smartphones machen scharfe detailreiche Bilder. Mehr denn je wird fotografiert, werden Bilder verbreitet. Die Entwicklung ist noch nicht am Ende: Drohnenkameras verbreiten sich, inzwischen sind erste 360° Kameras im Einsatz, die dem Zuschauer ermöglichen, nachträglich den Blickwinkel zu verändern. Die Informationstechnologie tut ihr Übriges: mehr...

BGH-Urteil

Die Kaffeesatzleserei ist vorbei

FREELENS begrüßt das Urteil des BGH in der Sache Martin Vogel ./. VG Wort. In dem Verfahren zum Verteilungsplan der VG Wort geht es um die Klage des Autors Dr. Martin Vogel. Nach seiner Ansicht sei die VG Wort nicht berechtigt, bei ihren Ausschüttungen an den Kläger einen Verlagsanteil abzuziehen. Das Oberlandesgericht München hatte Vogels Klage im Oktober 2013 weitgehend stattgegeben. Gegen die Entscheidung des OLG München hatte die VG Wort beim Bundesgerichtshof Revision beantragt. Der BGH hat in seinem Urteil vom 21. April 2016 (Aktenzeichen I ZR 198/13 – Verlegeranteil) alle Argumente für eine Verlegerbeteiligung nach geltendem Recht zurückgewiesen. Eine Beteiligung der Verlage an den Einnahmen von Verwertungsgesellschaften lasse sich weder aus dem Urheberrecht (§ 63 a UrhG), noch aus dem Verlagsrecht oder dem Gewohnheitsrecht herleiten, begründet der BGH mehr...

Donnerstag, 26. Mai 2016 um 16 Uhr

Unterschiedliche Arbeitsaufträge machen das »Miteinander« von Polizei und Journalisten oft schwierig, wie hier am G8-Tagungsort in Heiligendamm, 2007.

Unterschiedliche Arbeitsaufträge machen das »Miteinander« von Polizei und Journalisten oft schwierig, wie hier am G8-Tagungsort in Heiligendamm, 2007. Foto: Roland Geisheimer/attenzione

Diskussionsveranstaltung

Im Dialog: Fotojournalisten und Polizeibeamte

Wer kennt das nicht: Auf dem Weg zu einer Demonstration verzweifelt man kurz vor dem Ziel an der Polizeiabsperrung, es gibt einfach kein Durchkommen. Oder es wird einem erklärt, dass man dieses oder jenes nicht fotografieren dürfe. Solche oder vergleichbare Konflikte mit der Polizei hatte sicher fast jeder Fotojournalist schon bei der Arbeit. Polizeibeamte können aus ihrer Sicht sicherlich ebenso von schwierigen Situationen mit Fotojournalisten berichten. FREELENS möchte daher gemeinsam mit der Polizei neue Wege mehr...