Hansel-Mieth-Preis 2014

Las Vegas: Boxweltmeister Andreas Sidon posiert auf einem alten Auto.

Las Vegas: Boxweltmeister Andreas Sidon posiert auf einem alten Auto. Foto: Armin Smailovic

Armin Smailovic

Auszeichnung für die Spiegel-Reportage »Angst«

Der Hansel-Mieth-Preis 2014 geht an den Autoren Takis Würger und den Fotografen Armin Smailovic. Sie erhalten die renommierte Auszeichnung für ihre Spiegel-Reportage »Angst« über den Boxer Andreas Sidon, der trotz seiner fünfzig Jahre und eines massiven Gesundheitsrisikos noch einmal in den Ring steigt. Das Porträt eines Besessenen, von Autor und Fotograf aus unterschiedlichen Blickwinkeln, packend und intensiv erzählt. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert.

Andreas kurz nach dem Kampf. Er hat seinen Weltmeistertitel verteidigt, obwohl er dabei sein Leben riskierte.

Andreas kurz nach dem Kampf. Er hat seinen Weltmeistertitel verteidigt, obwohl er dabei sein Leben riskierte. Foto: Armin Smailovic

Das Gabriel-Grüner-Stipendium 2014 geht an die Autorin Karen Naundorf und den Fotografen Luca Zanetti. Das Team plant eine Reportage über Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien. Das Stipendium ist ebenfalls mit 6.000 Euro dotiert und unterstützt dieses Vorhaben. Zusätzlich erhalten die Autorin und der Fotograf ein zweimonatiges Residenzstipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.

Der Preis wird am 7. Mai 2014 in Fellbach bei Stuttgart übergeben, das Stipendium in Gabriel Grüners Geburtsort Mals in Südtirol.

Im Rahmen des Hansel-Mieth-Preises, bei dem Text und Fotos engagierter Reportagen gleichermaßen bewertet werden, wurden zudem ausgezeichnet:

»Sühne«
von Jonathan Stock und Armin Smailovic (Der Spiegel)

»5 724 512 Schritte«
von Alexander Osang und Thomas Grabka (Der Spiegel)

»Die Ehre des Rosenkavaliers«
von Christoph Grabitz und Benjamin Nauleau (Die Zeit)

»Im Reich des Todes«
von Michael Obert und Moises Saman (Süddeutsche Zeitung Magazin)

»Der lange Abschied«
von Mario Kaiser und Maurice Weiss (Süddeutsche Zeitung Magazin)

»Ein Spiel um Leben und Tod«
von Anne Kunze und Paolo Pellegrin (Zeit Magazin)

»Sie wollten uns zerstören. Aber wir haben überlebt«
von Gabriela Herpell und Armin Smailovic (Süddeutsche Zeitung Magazin)

»Killer als Retter?«
von Philipp Kohlhöfer und Claudius Schulze (Geo)

»Frieders Weg zurück ins Leben«
von Ines Possemeyer und Roland Gockel (Geo)

Die Reportagen werden in einem Buch veröffentlicht.

In diesem Jahr wurden für den Preis und das Stipendium 127 bzw. 49 Bewerbungen eingereicht.

Die Agentur Zeitenspiegel Reportagen erinnert mit dem Journalistenpreis an ihr 1998 verstorbenes Ehrenmitglied Hansel Mieth, die als Fotografin für das amerikanische Magazin LIFE gearbeitet hat und sich sozialen Themen widmete. Das Gabriel-Grüner-Stipendium erinnert an den stern-Reporter Gabriel Grüner, der 1999 zusammen mit dem Fotografen Volker Krämer und dem Übersetzer Senol Alit im Kosovo ermordet wurde.

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