3. Oktober 2015, 20 Uhr

Der Kampf um das Gemeingut Bild, um das Urheberrecht und um das Recht am eigenen Bild sind Gegenstand der vom Ostkreuz e.V. veranstalteten Podiumsdiskussion.

Der Kampf um das Gemeingut Bild, um das Urheberrecht und um das Recht am eigenen Bild sind Gegenstand der vom Ostkreuz e.V. veranstalteten Podiumsdiskussion. Foto: Tobias Kruse/Ostkreuz

Ostkreuz – Verein für Fotografie

Das bedrohte Bild – Das Bild als Drohung

Fotografie im Kommunikationszeitalter. 25 Jahre Ostkreuz – Agentur der Fotografen, Podiumsdiskussion und Party am 3. Oktober 2015 um 20 Uhr im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

25 Jahre nach Gründung der Fotoagentur Ostkreuz hat sich die politische Lage im vereinigten Deutschland gefestigt, die kulturelle Lage ist stabil, die ideologische höchstens parteipolitisch umstritten, der Rest scheint Konsens zu sein. Unklarheit dagegen herrscht nach wie vor im weiten Feld des Internet-»Neulands« und damit – vor allem auch – der visuellen Medien.

Ausgangspunkt für die Diskussionsrunde sind die Fotografien von Harald Hauswald, die heute viel gelobt werden – doch in dieser Form kaum mehr möglich wären. Anhand einiger Beispiele aus der Vergangenheit und Gegenwart, aus Print- und Online-Veröffentlichungen, erörtern weitere Ostkreuz-Fotografen wie Annette Hausschild und Espen Eichhöfer gemeinsam und kritisch mit dem Medienanwalt Sebastian Graalfs und Tibor Bogun, dem langjährigen Fotochef von Zeit Online, vor welchen Fragen und Problemen die Bildproduktion heute steht.

Die jüngste Initiative für die »Panoramafreiheit« ist ein Beispiel von vielen im Kampf um das Gemeingut Bild, das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild. Die Strukturen des Privaten scheinen sich in dieser Konstellation aufzulösen. Wo das Persönlichkeitsrecht noch das ureigenste ist, ändert es sich bereits bei sogenannten »Personen des öffentlichen Lebens«. Das Recht der »öffentlichen Person« geht über in ein Anrecht auf Berichterstattung, in Text wie Bild. Es geht aber auch um den öffentlichen Raum, die schleichende Privatisierung desselben und die Verschiebung der Balance zwischen Einzelinteressen und dem Gemeinwohl.

Das Gründungsjubiläum von Ostkreuz soll Anlass sein, über die sich ändernden Bedingungen für das Bild und seine Produzenten im »Zeitalter des Verschwindens der Schrift« (Vilém Flusser) zu sprechen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion findet eine Party im Roten Salon der Volksbühne statt.

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Roter Salon
Linienstraße 227, 10178 Berlin

www.volksbuehne-berlin.de

Die Tickets kosten 8,– Euro bzw. 6,– Euro (ermäßigt).