22. Juni bis 16. Juli 2017

Eröffnung des f2 Fotofestivals im Kulturort Depot in Dortmund.

Eröffnung des f2 Fotofestivals im Kulturort Depot in Dortmund. Foto: Rüdiger Wölk

Kulturort Depot

Eröffnung des f2 Fotofestivals in Dortmund

Mit knapp 400 Gästen wurde am Donnerstag, den 22. Juni 2017 das f2 Festival für zeitgenössische Fotografie eröffnet. Erstmals präsentiert dieses an acht Ausstellungsorten in Dortmund bis zum 16. Juli Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Filme und Führungen. Am kommenden Wochenende (1. und 2. Juli) finden im Kulturort Depot zahlreiche Vorträge sowie eine Gesprächsrunde statt.

Zusätzlich werden an diesen Tagen geführte Fahrradtouren zu einzelnen Ausstellungsorten angeboten. Die Touren dauern jeweils ca. 3 Stunden und die Teilnahme kostet 6 Euro (ermäßigt 3 Euro). Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es hier.

FREELENS Vorsitzender Roland Geisheimer sprach zur Eröffnung des ersten f2 Fotofestivals in Dortmund.

FREELENS Vorsitzender Roland Geisheimer sprach zur Eröffnung des ersten f2 Fotofestivals in Dortmund. Foto: Anna-Lisa Konrad

Alleine im Depot werden Arbeiten von 27 Fotograf*innen gezeigt.

Alleine im Depot werden Arbeiten von 27 Fotograf*innen gezeigt. Foto: Rüdiger Wölk

Vortragsprogramm

Samstag, 1. Juli 2017
12.00 Uhr     Robert Schlotter
13.30 Uhr     Thomas Albdorf (englisch)
15.00 Uhr     Robert Knoth (englisch)
16.30 Uhr     Cristina de Middel (englisch)
18.00 Uhr     Heidi und Hans-Jürgen Koch
19.30 Uhr     Gesprächsrunde mit Akusepp, Pickmotion und Sollena Photography

Sonntag, 2. Juli 2017
11.00 Uhr     Uwe H. Martin und Frauke Huber
13.00 Uhr     Barbara Dombrowksi
14.30 Uhr     Dagmar van Weeghel (englisch)
16.00 Uhr     Mattia Zoppellaro (englisch)

Samstag, 1. Juli, 12 Uhr – Robert Schlotter
Robert Schlotter wird in seinem Vortrag auf seine Arbeit im Allgemeinen und die Arbeit »Beyond Cold War« im Besonderen eingehen. Dabei wird er auch die Konzeption des entstandenen Buches beleuchten und weiterführend Einblicke in die Arbeitsweise von malenki.net geben.

Samstag, 1. Juli, 13.30 Uhr – Thomas Albdorf (Vortrag in englisch)
»Under Construction – Lens-related Contemporary Image Production«
Thomas Albdorf beschäftigt sich in seinem Vortrag mit dem kontemporären Status des fotografischen Bildes, insbesondere in Bezug auf die Dekontextualisierung im Internet und die Veränderung durch die Möglichkeiten digitaler Bearbeitung und Verbreitung.

Samstag, 1. Juli, 15 Uhr – Robert Knoth (Vortrag in englisch)
»New Ways of Storytelling: Integrating Different Disciplines and Techniques«
Robert Knoth experimentierte mit neuen Formen des Geschichtenerzählens, indem er verschiedene Disziplinen und Methoden in einem interdisziplinären Ansatz miteinander verband. Während seines Vortrags erklärt er, wie er und Antoinette de Jong für ihr dokumentarisches Werk Bildmaterial aus den letzten zwei Jahrzehnten genutzt und warum sie es mit unbearbeiteten, ungefilterten (Amateur-)Aufnahmen aus öffentlichen Quellen wie YouTube, WikiLeaks und Google Earth kombiniert haben.

Samstag, 1. Juli, 16.30 Uhr – Cristina de Middel (Vortrag in englisch)
Cristina de Middel beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der mehrdeutigen Beziehung zwischen Fotografie und Wahrheit. Sie spielt mit neuen Konstruktionen und Mustern, die die Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion verschwimmen lassen, indem sie Methoden der dokumentarischen und der konzeptionellen Fotografie miteinander verbindet.

Samstag, 1. Juli, 18 Uhr – Heidi und Hans-Jürgen Koch
Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich das Fotografenpaar mit den unterschiedlichsten Facetten der Beziehung von Mensch und Tier. Es wird gerettet, getötet, gefüttert, gehätschelt, gesammelt, geweint, geheilt und gekauft. Über Epochen hinweg haben Religion, Kultur, Philosophie und Political Correctness das Verhältnis zur Kreatur geformt. Die Kochs werden Geschichten aus ihrem fotografischen Leben erzählen, und das wird so sein, wie im richtigen. Da gibt’s was zum Belächeln, zum Staunen, zum Kopfschütteln, ein bisschen was zum traurig sein, und was zum Nachdenken.

Samstag, 1. Juli, 19.30 Uhr – Gesprächsrunde mit Akusepp, Pickmotion und Sollena Photography
Als einer der ersten Profifotografen erkannte Sebastian Spasic das Potential von Instagram und gilt heute mit seinem Alias @Akusepp und über 282.000 Followern als einer der bekannteren Instagram-Accounts Deutschlands. Silvia Halfter, leitende Fotoredakteurin und Community Managerin von Pickmotion, wird Einblicke in das Unternehmen geben, das Instagram-Fotos für Grußkarten im Stil von Sofortbildfotos nutzt. Sandra Limbergs Instagram-Account @sollenaphotography hat über 13.000 Follower, ihre Fotografie zeichnet sich durch ihre Liebe zu Charaktergesichtern und Bärten, zu Farben und Kontrasten aus.

Sonntag, 2. Juli, 11 Uhr – Uwe H. Martin und Frauke Huber
In ihrem Langzeitprojekt »LandRush« untersuchen Uwe H. Martin und Frauke Huber die globalen Gemeingüter Wasser, Saatgut und Land im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Energieproduktion und schwindenden Ressourcen. Dabei bauen sie eine publizistische Brücke von der Erstinformation des Lesers in Verlagsmedien über interaktive Apps und Web-Documentaries bis zu Mehrkanal-Installationen im internationalen Ausstellungen. In ihrem Vortrag erzählen sie, wie es mit diesem transmedialen Konzept gelingt, »LandRush« über Jahre weiterzuentwickeln und zu finanzieren.

Sonntag, 2. Juli, 13 Uhr – Barbara Dombrowski
Barbara Dombrowski ist freie Fotografin und Künstlerin und arbeitet seit 6 Jahren an einem ambitionierten Foto-Kunstprojekt, das den Klimawandel zum Thema hat. Grönland und der Amazonasregenwald zählen zu den exemplarischen Regionen im Klimasystem, die bei einer weiteren Erderwärmung in einen nicht mehr umkehrbaren Prozess treiben werden. In beiden Gegenden hat Dombrowski Menschen in ihren Gemeinden beobachtet, an ihrem Leben teilgenommen, sie und die sie umgebende Natur porträtiert.

Sonntag, 2. Juli, 14.30 Uhr – Dagmar Van Weeghel
Dagmar Van Weeghel beschäftigt sich mit Identitätsfragen und kolonial stereotypischen Interpretationen des afrikanischen Kontinents, auf dem sie fast 14 Jahre lebte, und seiner Menschen im westlichen Kontext. Sie möchte den Zuschauern eine neue oder andere Perspektive bieten, um zwischen den Kulturen zu vermitteln. Van Weeghel wird in ihrem Vortrag über ihre Reise als soziale Filmemacherin und ihre Arbeit als Fotografin sprechen.

Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr – Mattia Zoppellaro (Vortrag in englisch)
Mattia Zoppellaros Vortrag wird Einblicke in editoriales Arbeiten geben, bei dem er unter anderem schon Persönlichkeiten wie Lou Reed, Patti Smith, Usain Bolt oder Wes Anderson vor der Linse hatte. Auch wird Zoppellaro über sein aktuelles Projekt »Dirty Dancing« sprechen, welches die europäische Raveszene der späten 1990er und frühen 2000er Jahre behandelt, sowie sein altberühmtes Projekt »Appleby« über irische Reisende.

Alle Vorträge an diesem Wochenende finden im Kulturort Depot statt. Tickets für die Vorträge (jeweils 2,50 Euro) können an der Tageskasse erworben werden.

Kulturort Depot
Immermannstraße 29, 44147 Dortmund
www.f2-fotofestival.de