20. Mai bis 12. Juni 2016

Zimmer 428. Aus der Serie »Hotel Bogota«. Karen Stuke arbeitet als Fotokünstlerin und freie Fotografin für verschiedene Regisseure, Bühnenbildner und Theater.

Zimmer 428. Aus der Serie »Hotel Bogota«. Karen Stuke arbeitet als Fotokünstlerin und freie Fotografin für verschiedene Regisseure, Bühnenbildner und Theater. Foto: Karen Stuke

Havelländisches Künstlersymposium

Fotografie heute – zwischen Bromsilber und Binärcode

Können wir eine Weiterentwicklung und Ergänzung in der digitalen Fotografie erkennen oder führt die zunehmende Digitalisierung mit ihrer Bilderflut zu einer Banalisierung der Fotografie? Geben uns die aktuellen fotografischen Arbeiten zeitgenössischer Fotografen, Künstler und deren Rezeption Antworten darauf? Gibt es ein Nebeneinander, vielleicht sogar ein Miteinander dieser unterschiedlichen fotografischen Werkzeuge, Arbeitsweisen und Präsentationsformen?

Diesen und weiteren Fragen geht das 10. Havelländische Künstlersymposium mit dem Schwerpunkt Fotografie auf den Grund. Eröffnet wird es am Freitag, 20. Mai 2016 um 19 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zum Thema »Realismus heute – die neuen Möglichkeiten des Digitalen«. Neben dem langjährigen Agentur- und Newsfotografen Gero Breloer werden der Galerist und Bildredakteur Michael Biedowicz und der bildende Künstler Torsten Warmuth gemeinsam Möglichkeiten und Gefahren der digitalen Bilderstellung bzw. -bearbeitung erörtern. Die Moderation übernimmt Dr. Enno Kaufhold.

Unter dem Titel »Fotografie heute – zwischen Bromsilber und Binärcode« richtet der Landkreis Havelland das Symposium 2016 bereits zum zehnten Mal aus. Im Rahmen der monothematischen Veranstaltungsreihe werden aktuelle Positionen zeitgenössischer Fotografie in Theorie und Praxis dialektisch und kreativ dargestellt.

Karl-Marx-Allee, Berlin 2013. Amélie Losier studierte dokumentarische Fotografie bei Arno Fischer in Berlin. Neben der Street Photography gilt ihre Hauptinteresse der Gender-Frage und Menschen in ihren geschlossenen Welten.

Karl-Marx-Allee, Berlin 2013. Amélie Losier studierte dokumentarische Fotografie bei Arno Fischer in Berlin. Neben der Street Photography gilt ihre Hauptinteresse der Gender-Frage und Menschen in ihren geschlossenen Welten. Foto: Amélie Losier

Neben der Podiumsdiskussion besteht für die Besucher auch bei einem Lichtbildvortrag und in einem Workshop zur Analogentwicklung die Möglichkeit, aktiv in die Debatte einzugreifen. Parallel dazu arbeiten die fünf international renommierten und ausgezeichneten Fotografinnen und Fotografen Stefan Boness, Amélie Losier, Lene Münch, Karen Stuke und Peter Westphal aus Berlin und Brandenburg einzeln am gemeinsamen Thema »Flüchtig«. In einer Abschlussausstellung werden diese mit ihren unterschiedlichen Bildsprachen und Ansätzen die Ergebnisse ihrer vierwöchigen Arbeit zur Diskussion stellen.

 

Eröffnung und Podiumsdiskussion
20. Mai 2016 um 19 Uhr

Offizielle Eröffnung des 10. Havelländischen Künstlersymposiums durch Andreas Ernst, Kulturdezernent des Landkreises Havelland, sowie Vorstellung der teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen Stefan Boness, Amélie Losier, Lene Münch, Karen Stuke und Peter Westphal. Anschließend: Podiumsdiskussion »Realismus heute – Die neuen Möglichkeiten des Digitalen«, moderiert von Dr. Enno Kaufhold.

Veranstaltungsort:
Märkischer Künstlerhof Brieselang, Platz des Friedens 1, 14656 Brieselang

 

»Flüchtig«
12. Juni 2016, 15.30 bis 17 Uhr

Im Rahmen des Kunstmarktplatzes Schönwalde zeigen Stefan Boness, Amélie Losier, Lene Münch, Karen Stuke und Peter Westphal ihre während des Symposiums entstandenen Arbeiten zum Thema »Flüchtig«. Zwischen Reportagefotografie und Konzeptkunst wird sich eine vielfältige Ausstellung dem Auge des Betrachters darbieten und zu Diskussionen über die Vielfalt fotografischer Darstellungsmöglichkeiten anregen.
Musikalisch eingerahmt wird die Veranstaltung vom Ralf Meyer-Wilmes Trio (Latin/Jazz).

Veranstaltungsort:
Kunstmarktplatz Schönwalde / Kulturlaube Schönwalde, Ulmenallee 8, 14621 Schönwalds-Glien

 

Casa Mare und Anderes
27. Mai 2016, 19 Uhr

Fotograf Frank Gaudlitz, der analog an selbstkonzipierten Langzeitprojekten arbeitet, zeigt Bilder seiner Projekte aus Osteuropa und Südamerika.

Veranstaltungsort:
Volkshochschule Falkensee, Poststraße 15, Raum 101, 14612 Falkensee
Eintritt 3 Euro

 

Der analoge Handabzug
03. Juni 2016, 19 Uhr

Workshop mit Jochen Rohner zur analogen Schwarz-Weiß-Entwicklung. Von der Chemie bis zur Gradation der Papiere beantwortet Rohner alle Fragen Antworten in Theorie und Praxis. Eigene S/W-Kleinbildnegative können mitgebracht werden. Anmeldung erforderlich.

Maximale Teilnehmerzahl: 8
Dauer: etwa 3 Stunden
Materialpauschale: 10 Euro

Veranstaltungsort:
Volkshochschule Falkensee, Poststraße 15, 14612 Falkensee

Weitere Informationen zu der Veranstaltung, Anmeldung etc. finden sich hier.